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 Betreff des Beitrags: Sklavenmarkt
BeitragVerfasst: 11. Apr 2011, 21:52 
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Dunkelelf
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In einer der dunkelsten Ecken Funals war der Sklavenmarkt ansässig, eine riesige Fläche voller Käfige und Händler, erhellt durch dunkles Licht. Viele Leute trieben sich hier rum, die Masse schien Geld zu besitzen oder einfach nur billige Arbeitskräfte für seine Mine zu suchen. Zeitgleich sah man auch einige Gardisten oder Söldner, die nutzbares Material für ihre Miliz suchten. Syllvren gefiel diese Umgebung nicht, strahlte sie eine für ihn schreckliche Aura aus, fürchtete sich etwas tief in ihm vor den etlichen Käfigen, gefüllt mit Sklaven aller Art. Drows, Menschen, Gnome, Goblins – Sogar „exotische Exemplare“ wie Sumpfelfen aus fernen Ländern waren hier zu finden. Schrecklich, wie wenig ein Leben hier unten wert war. So unauffällig wie möglich bewegte sich der Drow durch die Massen, legten sich dennoch die Blicke vieler Menschen auf ihn. Händler tuschelten, blickten interessiert zwischen Syllvren und Luna hin und her.
Ziemlich in der Mitte des Markes entdeckte Syllvren einen großen Stand, pompös gebaut, sich von allem anderen abhebend. Ein Schild mir der Aufschrift „Verwaltung“ deutete eindeutig auf den Zweck dieses Standes hin. Und für Syllvren war sofort klar, dass er dort den ersten Anlauf wagen würde. Die Menge schnell überbrückend, die neugierigen Augen allesamt ignorierend, erreichte er schließlich das Gebilde, sah einem großgewachsenen und muskulösen Menschen entgegen.
„Wenn ihr Euch als Sklaven eintragen wollt oder eure Begleiterin als solche verkaufen möchtet meldet euch bei einem der Händler, sie werden Euch sicherlich mit Freude annehmen.“
Syllvren schnaubte leise, gewann seine Beherrschung nach kurzem ringen dennoch wieder.
„Ich habe nicht vor, mein Leben einem Sklavenherrn zu verkaufen. Ich suche nach Hinweisen, eine Dunkelelfe aus adligem Geschlecht. Könnt Ihr mir Auskunft geben?“
Der Mann musterte ihn skeptisch, schien belustigt über die Frage zu sein. „Habt Ihr zu tief in Euren Bierkrug geschaut? Eine adlige Drow? Ihr seid doch wahnsinnig, die Schattensoldaten Eures Volkes würden uns eher töten, als dass wir eine solch wertvolle Ware bekommen könnten. Und Ihr seit wohl der letzte, den wir eine solch wichtige Information erzählen würden, Schattenpack!“ Verachtend spuckte der Mann vor Syllvrens Füße. „Wenn ihr nichts kaufen oder verkaufen wollt, dann verschwindet. Die Marktwächter werden euch den Ausgang zeigen!“
Ein lauter Pfiff und wie aus dem Nichts lösten sich ein halbes Dutzend Menschen in rot-schwarzen Rüstungen, umringten Syllvren und Luna und wiesen sie an, sich in Bewegung zu setzen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sklavenmarkt
BeitragVerfasst: 11. Apr 2011, 22:13 
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Halbelfe
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Luna war mulmig zumute. Das hier war eindeutig kein Ort, an dem sie sich aufhalten sollte. Ihrer Mutter sollte sie wohl lieber nicht erzählen, dass sie sich auf einem Sklavenmarkt herumgetrieben hatte. Die Bemerkung des Mannes, dass eine adelige Drow eine "wertvolle Ware" sei, steuerte nicht unbedingt zu ihrem Wohlbehagen bei. Und dann kamen die Handlanger des Mannes, die einen Kreis um sie und Syllvren bildeten und sie zielstrebig in eine Richtung lenkten. Viel zu spät bemerkte Luna, dass sie sich vom Ausgang des Marktes weg bewegten und gerade wegs auf eine dunkle Ecke des Marktes zu gingen. "Syllvren", flüsterte sie dem Drow zu. "Was glaubt Ihr, würde man für uns bezahlen?" Eine unangenehme Frage, das war ihr bewusst, aber es war eine Frage, die sie einfach nicht für sich behalten konnte. Die Männer blieben stehen, blickten noch mal zu Syllvren und Luna und verschwanden dann langsam wieder in der Menge. Luna hatte in ungutes Gefühl.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sklavenmarkt
BeitragVerfasst: 12. Apr 2011, 15:55 
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Dunkelelf
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„Genügend, damit wir für die Händler interessant wären“, erwiderte Syllvren ruhig. Ihm war nicht klar, wie er in dieser Situation so ruhig bleiben konnte, saßen sie doch sichtbar in der Klemme – Diese Wachen haben sie immerhin nicht aus irgendeinem Grund in diese abgelegene Ecke des Marktes gebracht, eine Sackgasse, wie man auf den zweiten Blick sehen konnte. Syllvren biss sich angespannt auf seine Unterlippe, sein Blick suchte nach Hinweisen von Gefahren. „Lass uns hier verschwinden“, zischte er leise und machte gerade einen Schritt nach vorne, als ein Pfeil neben ihn einschlug, sich in den weichen Boden bohrte. Wie aus dem Nichts erschienen einige dunkel gekleidete Männern, bewaffnet mit Schwert und Schild, zwei von ihnen trugen einen Bogen.
„Ihr seid hiermit zu Gefangenen des Aufsehers erklärt, euer Leben wird ihn um einiges reicher machen. Wir hoffen doch, dass ihr keine Probleme damit habt, die nächste Zeit in einem Käfig zu leben.“ Der Mann, der an der Spitze der Gruppe stand, machte eine kurze Handbewegung, worauf die restlichen Männer mit gezogenen Waffen auf Luna und Syllvren zugingen, um sie in die Ecke zu treiben. Syllvren ging langsam einen Schritt zurück, fieberhaft überlegte er, ob es einen Ausweg aus dieser Situation gab. Er könnte sie alle töten, jedoch würde ein Gemetzel zuviel Aufmerksamkeit erregen, noch mehr Wachen anlocken.
„Wenn Ihr eine Idee habt, die uns aus dieser miserablen Situation retten kann, wäre jetzt der richtige Zeitpunkt dafür…“, sagte der Drow an seine Gefährtin gewandt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sklavenmarkt
BeitragVerfasst: 12. Apr 2011, 18:23 
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Halbelfe
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"Leider habe ich für eine solche Situation keinen Plan B auf Lager", antwortete Luna und blickte durch die Reihe ihrer Widersacher. Zahlenmäßig waren diese zwar überlegen, aber Luna hatte Vertrauen genug in ihre und Syllvrens Fähigkeiten, um zu wissen, dass diese Männer eigentlich kein Problem für sie darstellten. Allerdings wollte sie nur ungern unnötiges Aufsehen erregen, und auch wenn diese Ecke sehr abgeschieden war, war sie sich doch sicher, dass es irgendjemand mitbekommen würde, sollten sie diese Männer töten. Bei Dark, wenn nicht ein kleines Wunder geschehen würde, würden sie sich tatsächlich jeden Moment in einem Käfig wiederfinden!
"Seid ihr Leute mal wieder auf Streit aus?", ertönte plötzlich eine Stimme hinter den Männern. Im nächsten Moment ging einer von ihnen in die Knie - jemand hatte ihm in die Kniekehlen getreten oder geschlagen. Im nächsten Moment legte jemand seine Hand auf den Kopf des Mannes. Er fing an zu wimmern. "Ihr Säcke solltet wirklich einmal netter zu euren Gästen werden." Überrascht sah Luna zu der Person hinüber, die gerade aufgetaucht war. Ein stämmiger Zwerg, in der einen Hand hielt er einen Hammer, mit der anderen schien er gerade den Kopf des Menschen zu zerquetschen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sklavenmarkt
BeitragVerfasst: 12. Apr 2011, 18:52 
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Dunkelelf
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Syllvrens Körperhaltung entspannte sich ein wenig, als der Zwerg aufgetaucht war. Dark schien heute definitiv auf ihrer Seite zu stehen, würden sie anderenfalls keine Hilfe bekommen. „Halt dich aus dieser Angelegenheit raus, Winzling!“, schnaubte der Anführer der Gruppe, blickte verachtend auf den Zwerg hinab. Diese Menschen schienen anscheinend wirklich keinen Respekt vor anderen Rassen zu haben…
Der Zwerg blickte auf, warf den Körper des Mannes zur Seite, als ob dieser nichts wiegen würde. Woher nahmen diese Geschöpfe nur diese ungeheure Kraft, die sich schon beinahe mit denen eines Orks messen konnte?
„Hat euch Eure Mutter nie gelehrt, dass man einen Zwerg nicht nach seiner Körpergröße messen soll?“ Seine Hände umklammerten den Griff seines Streithammers, ohne großen Aufwand schwang er ihn auf seine Schulter.
„Große Worte für so ein kleines Wesen. Da ihr Euch anscheinend nicht aus dieser Angelegenheit raushalten wollt, sehe ich mich leider gezwungen euch einige Schmerzen zuzu…“ Den Satz konnte der Mann nicht zu Ende sprechen, stieß der Zwerg die Spitze seines Streithammers in seinen Magen, anschließend schwang er ihn durch die Luft, die Hammerfläche auf sein Schienbein gezielt. Unter einem deutlichen Knacken, welches sich mit einem Schrei verband, brach der Knochen und der Mann fiel fluchend auf den Boden. Mehrere Male ließ der Zwerg noch seinen Hammer durch die Luft kreisen, ehe er ihn auf den Boden stemmte und zu den restlichen Männern blickte. „Nehmt euren Anführer mit und sagt eurem Auftraggeber, dass er diesmal keine Beute bekommen wird!“
Panisch schauten sich die Männer gegenseitig an, schienen einige Augenblicke zu überlegen, was sie tun sollten – Doch schnell hatten sie sich entschieden, fluchtartig entfernten sie sich von dem Schauplatz, ließen ihren Anführer einfach zurück.
„Nun du Sack: Ich hoffe, du misst die Stärke eines Zwerges nun nicht mehr an seiner Körpergröße, sondern vielmehr an seiner Waffe!“ Er spuckte einmal kräftig aus, ehe er sich zu Luna und Syllvren drehte und auf sie zuging.
„Ich hoffe, ihr lasst euch nicht von den Unannehmlichkeiten hier prägen, Funal ist – außerhalb des Sklavenmarktes – eigentlich eine ganz schöne Stadt. Aber ich vergesse mich noch, habe ich mich doch noch gar nicht vorgestellt. Mein Name lautet Harsk Eiranblow.“


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 Betreff des Beitrags: Re: Sklavenmarkt
BeitragVerfasst: 30. Mai 2011, 00:10 
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Halbelfe
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Sichtlich überrascht blickte Luna zu dem Zwerg hinüber, der sie aus der auswegslosen Lage gerettet hatte. Doch trotz aller Überraschung vergaß Luna ihre Manieren nicht und verbeugte sich kurz vor dem Zwerg, nachdem sich dieser vorgestellt hatte.
"Es ist mir eine Freude, Euch kennen zu lernen, Harsk Eiranblow. Mein Name lautet Luna und der meines Weggefährten lautet Syllvren. Ich glaube, dass ich in unser beider Namen spreche, wenn ich Euch aufrichtig danke. Ohne Eure Hilfe, wären wir geradewegs in einem der Käfige gelandet."
"Ach, das war doch kein Ding", der Zwerg winkte ab. "Ihr solltet lieber schleunigst von hier verschwinden. Hier ist niemand sicher, der kein Mensch ist." Mit diesen Worten übernahm Harsk die Führung der kleinen Truppe und schlug den Weg gen Ausgang ein. "Wenn ich fragen darf...Welche selbstmörderischen, völlig hirnrissigen Gedanken haben einen Drow und eine Halbelfe dazu gebracht, den Sklavenmarkt aufzusuchen?! Die Leute hier sehen euch zwei höchstens als Objekt an und nicht als Personen, mit denen man ein Schwätzchen hält!"
"Wir haben jemanden gesucht", antwortete Luna und schmunzelte. Dieser Zwerg schien kein Blatt vor den Mund zu nehmen, ansonsten hätte er wohl kaum zwei Fremde beleidigt. Aber diese Direktheit hatte etwas Ehrliches und damit war Harsk die erste ehrliche Person, der Luna und Syllvren hier in Funal begegnet waren.
"So? Wenn dieser Jemand auf dem Sklavenmarkt gewesen ist, wird er mit Sicherheit schon lange von einem Adelstyp gekauft worden sein. Hofft lieber, dass die Person irgendwo anders ist." Sie hatten den Ausgang des Marktes erreicht. Nicht mehr weit und sie würden wieder im "ehrlichen" Alltag von Funal eintauchen.
"Wenn sie nicht hier ist, Syllvren, wo sollten wir dann als nächstes suchen? Sie könnte überall sein", überlegte Luna laut und blickte Syllvren fragend an. Ja, überall. Zum Beispiel direkt ihm gegenüber.

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 Betreff des Beitrags: Re: Sklavenmarkt
BeitragVerfasst: 30. Mai 2011, 10:39 
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Dunkelelf
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Jetzt, wo die Bedrohung wieder gebannt war, fühlte Syllvren wie die restliche Anspannung langsam aus seinem Körper wich, sein Kopf wurde wieder klar. Mit gleichmäßigen Schritten ging er neben Luna her, lauschte er das kleine Gespräch zwischen dem Zwergen und seiner Gefährtin. Harsk war wirklich ein typischer Mann seines Volkes, wahrscheinlich stammte er aus dem Clan der Krieger oder dem Clan der Ingenieure. „Sie ist also gar nicht mehr hier…“ Dieser Gedanke war nicht wirklich hilfreich für Syllvren, war damit sein letzter Anhaltspunkt verschwunden. Er hatte keine Informationen, wer sie entführt haben könnte und wo sie sich nun befand. Sein Körper spannte sich unscheinbar an, sein Gesicht, in welchem man nur erfolglos nach Emotionen suchen konnte, verzog sich leicht, als ob es zu versuchen schien die gewisse Hilflosigkeit, in welcher er sich befand, zu verschleiern.
„Wir sollten in die Zwergenstadt Karak Azkar und von dort aus nach Amrûn. Vielleicht finden wir auf unserem Weg einige Hinweise.“ Syllvren presste seine Lippen aufeinander. Ja, Luna hatte Recht, sie konnte wirklich überall sein und ohne Anhaltspunkte war eine Suche beinahe unmöglich!
„Ich möchte euer kleines Gespräch ja nicht stören, aber es seit wenigen Tagen unmöglich nach Karak Azkar zu reisen. Der König ist in den alten Minen gestorben und hat etwas erweckt, was eigentlich für immer schlafen sollte. Ein Narr war Ulric ja schon immer, aber dass er so ein Idiot ist hätte ich selber nie gedacht. Und nun, da wir Zwerge ohne einen König dastehen herrscht dort unten das reinste Chaos!“
Syllvren blickte Harsk einige Momente an. Irgendwie überkam ihn das Gefühl, dass der Zwerg nicht umsonst die Geschichte in so einer Genauigkeit erzählt hatte. Anscheinend plante er etwas und diesem Plan wollte er auf den Grund geben.
„Wenn ich euch fragen dürfte, Harsk: Warum erzählt Ihr uns von diesen Dingen? Geht es die Oberweltler normalerweise nichts an, was innerhalb der Steintore von Karak Azkar vor sich geht?“ Die Arme vor der Brust verschränkt richtete Syllvren seine Augen auf den Kopf des Zwerges, welcher ihn aus grauen Augen anzufunkeln schien. Man könnte meinen, dass dieser kleine Zwerg jeden Moment einen hinterhältigen Angriff ausführen würde, auf welchen man so gar nicht gefasst sein konnte. Mit einem Mal wich das Funkeln und ein lautes Lachen entwich der Kehle des Zwerges – welches zu einer gewissen Verwirrtheit Syllvren führte. //Diese Zwerge sind schon gruselig…//
„Drows haben anscheinend doch einen Verstand der an die Schärfe eines elfischen Meisterschwertes heranreicht. Aber ihr habt Recht, es gibt da wirklich einen Grund warum ich Euch diese Dinge erzähle.“ Die Miene des Zwerges wurde wieder hart, seine rechte Hand fuhr durch den dichten Vollbart, der selbst für den Bart eines Zwerges sehr prächtig wirkte. „Wisst Ihr, ich gehöre dem Clan der Ingenieure an und die letzten Generationen haben wir immer die weisesten Könige der Zwerge hervorgebracht. Unser jetziger verstorbener König, Ulric der Achte, stammt aus dem Clan der Krieger ab – und ich muss euch hoffentlich nicht erklären, dass dieser Clan nur nach Macht strebt. Und genau wegen diesem Streben meinte Ulric, er müsste ein antikes Relikt, welches von unserem mächtigsten Herrscher Maegar dem Ersten erschaffen wurde, unter seine Kontrolle bringen. Wie dieser Versuch ausgegangen habe ich ja schon erwähnt, Ulric ist in den Flammen untergegangen und die antike Waffe ist aus ihrem ewigen Schlaf erwacht…“


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 Betreff des Beitrags: Re: Sklavenmarkt
BeitragVerfasst: 30. Mai 2011, 12:06 
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Halbelfe
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"Verstehe ich das richtig", begann Luna und blickte den Zwerg ernst an. "Dass Ihr uns diese Geschichte erzählt, weil Ihr uns um Hilfe bitten wollt? Es wäre nur logisch, wenn Ihr von außerhalb Hilfe sucht und nicht die anderen Clans fragt. Würden sich die Cläne in diesem Fall helfen, gäbe es nach erledigter Arbeit einen großen Streit darum, welcher Clan denn nun einen König stellen darf. Und der Clan der Ingenieure hat vermutlich nicht genügend Stärke, um alleine auf eine solch gefährliche Expedition zu gehen und den Golem wieder zu deaktivieren. Aber da frage ich mich, wieso Ihr gerade uns ansprecht. Hier in Funal gibt es doch genügend fähige Kämpfer."
Harsk nickte zustimmend. Anscheinend war Lunas Überlegung richtig. "Klar gibt's hier in Funal viele Kämpfer. Auch ein paar gute bestimmt. Aber schaut Euch doch einmal um! Menschen, Menschen und nochmals Menschen! Menschen interessieren sich überhaupt nicht für die Probleme anderer Völker. Außerdem sind sie ein Volk, dass unter der Erde nichts verloren hat. Sie brauchen Fackeln, um etwas zu sehen, haben Angst vor den Tiefen und der dortigen Monster. Ein Drow wie Ihr hat dort unten wahrlich bessere Karten!", erklärte Harsk und nickte Syllvren zu. Luna nickte verständnisvoll. Der Zwerg hatte da nicht unrecht. Es gab zwar immer wieder Menschen, die sich in Gruppen zusammenschlossen und auf eine todesmutige Expedition in den Untergrund aufbrachen, aber dort waren sie wahrlich nicht in ihrem Element. Luna und Syllvren waren dort schon eher zu gebrauchen, schließlich lebten die meisten Drow unter der Erde. Der Großteil des drow'schen Königreiches lag unterhalb der Erde und von Kendan sah man nur die oberste Spitze. Je weiter unten man lebte, desto ärmer und unwichtiger war man. Dementsprechend erblickten auch seltene Gäste Kendans nur den reichen Adel, wenn sie die Stadt besuchten. Von den katastrophalen Umständen im Untergrund wusste niemand, der ein Außenseiter war.
"Ihr wollt uns also anheuern", fasste Luna noch einmal kurz alles zusammen und blickte dann zu Syllvren. "Was meint Ihr? Wenn wir auf die andere Seite des Gebirges wollen können wir zum einen durch das Zwergenreich gehen oder wir machen einen Umweg und nehmen die unerforschten, gefährlicheren Tunnel. Da es sein könnte, dass wir in Karak Azkar einige Hinweise finden, sollten wir vielleicht dorthin gehen und nebenbei den Zwergen helfen."

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 Betreff des Beitrags: Re: Sklavenmarkt
BeitragVerfasst: 30. Mai 2011, 14:03 
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Dunkelelf
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Karak Azkar, ein antiker Golem und ein totes König. Warum überkam ihn das Gefühl, dass dieser Golem eine etwas größere Nummer war? Aber nun gut, zum einen schuldeten sie diesem Zwerg etwas, zum anderen war die Hoffnung auf neue Hinweise doch ein wenig verlockend. „Ich habe ja sowieso nichts zu verlieren“, erwiderte Syllvren mit neutraler Stimme. Aber bevor sie sich blind Harsk anschließen wollte er doch noch ein paar Dinge wissen. „Harsk, es gibt da noch ein paar Dinge, die Ihr uns vorher beantworten könntet. Warum heuert ihr genau eine Gruppe gegen diesen Golem an, wenn euer Volk selbigen doch erschaffen hat? Außerdem würde ich gerne wissen, ob Ihr schon einige andere Kämpfer anheuern konntet.“ Harsk schien einige Augenblicke zu überlegen, ehe er seine Stimme wieder erhob. „Die meisten Mitglieder meines Clans sind Meister der Ingenieurskunst, aber im Kampfe kann man sie wirklich vergessen. Sie verstecken sich in ihren Werkstätten und bauen dort Dinge für unser Volk. Die anderen Clans möchte ich nicht ansprechen, würde dies meine Ehre und die meines Clans beschmutzen. Und die andere Frage: Bisher haben sich eine Blutelfe und drei Zwerge meines Clans, die sich, wie ich selber auch, von den Angsthasen unseres Clans abheben. Mit Euch würden wir genügend Leute sein um die Expedition bestreiten zu können.“ Sie waren also vier Zwerge, eine Blutelfe, sowie Luna und er selber. In welchen Fähigkeiten sie alle bewandert waren wusste Syllvren kaum, bis auf Harsks körperliche Stärke und seine eigenen Fähigkeiten kannte er nicht einmal die Stärken und Schwächen von Luna, die der anderen Zwerge natürlich auch nicht. Den Körper zur Seite drehend zuckte Syllvren kurz mit seinen Schultern. „Gut, ich werde dabei sein“, sagte er und beendete knapp damit seine Befragung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sklavenmarkt
BeitragVerfasst: 30. Mai 2011, 15:03 
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Halbelfe
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"Wenn Syllvren sich Euch anschließt, werde ich ebenfalls dabei sein", nickte Luna, auch wenn sie mit etwas Misstrauen der nun schon fertigen Gruppe entgegen blickte. Es war ja nichts dabei, dass sich einige Zwerge aus dem gleichen Clan für eine Expedition zusammenschlossen, die über die Zukunft des gesamten Clans entscheiden konnte. Aber die Erwähnung der Blutelfe weckte etwas Misstrauen in Luna. Was machte eine Blutelfe in dieser Gegend? In der Regel lebten sie doch abseits von allen großen Städten, in ihren eigenen Dörfern und Gemeinden, unabhängig vom Rest der Welt. Es gab auch einige Blutelfen, die in Kendan lebten, aber diese verließen den Untergrund der Stadt nur sehr selten. "Und wo finden wir den Rest der Gruppe? In Karak Azkar oder befinden sie sich hier in Funal?"

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 Betreff des Beitrags: Re: Sklavenmarkt
BeitragVerfasst: 30. Mai 2011, 15:20 
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Dunkelelf
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„Der Rest der Gruppe befindet sich momentan in Karak Azkar, im Gebäude des Clans. Ich werde Euch ihnen früh genug vorstellen, damit Ihr nicht vollkommen unvorbereitet mit jemanden auf diese Expedition reisen müsst.“
Auch Syllvren verwunderte es, was eine Blutelfe in dieser Gegend macht. Wenn er so überlegte hatte er bisher noch nie eine Blutelfe gesehen und eine gewisse Neugierde machte sich in ihm breit. Sein ganzes Leben hatten seine Augen nur Drows sehen dürfen, selten war es, dass er einen Waldelfen sah. Sumpf- und Blutelfen waren da noch seltener anzutreffen gewesen. Ja, Blutelfen, ein wildes Volk von Waldelfen, die Nezawidh verlassen hatten und eigene Stämme in ganz Talath gegründet hatten, versteckt vor den Augen aller Lebewesen ihr Leben führten. Wahrscheinlich wissen die Menschen nicht einmal von ihrer Existenz.
„Dann würde ich auch vorschlagen, dass wir aufbrechen. Oder gibt es noch etwas, was Ihr hier in Funal noch sehen möchtet?“ Kurz überlegte Syllvren, ehe er mit dem Kopf schüttelte und zu Luna blickte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sklavenmarkt
BeitragVerfasst: 30. Mai 2011, 15:33 
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Halbelfe
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"Wir sollten am besten sofort aufbrechen. Der Golem wird schließlich nicht auf uns warten", fand Luna. Harsk nickte und übernahm - wieder - die Führung.
"Gut! Dann brechen wir auf der Stelle auf! Ich hoffe ihr seid ausgeschlafen! Vor uns liegt ein ganz schönes Stückchen Fußmarsch." Harsk maschierte los und begann ein Liedchen zu pfeifen. Luna warf Syllvren noch einen letzten Blick zu, schmunzelte ein wenig und folgte dem Zwerg dann. Sie hatte das Gefühl, dass sie da in eine interessante Sache hinein geraten waren...
--->Haupttor (Karak Azkar)

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