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 Betreff des Beitrags: Re: Antike Minen von Karak Azkar
BeitragVerfasst: 13. Jun 2011, 12:34 
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Dunkelelf
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Die Reaktion der Halbelfe verwunderte Syllvren ein wenig. Warum reagiert Luna so… zurückhaltend? Irgendwie hatte sie dadurch seine Aufmerksamkeit geweckt und somit beobachtete er mit seinen scharfen Augen die Bewegungen des Körpers der Halbelfe. Ihr Blick war gesenkt, ihre Augen hatten seine Hand fixiert – die Hand, welche noch vor wenigen Augenblicken von dichtem, schwarzem Fell bedeckt war. In Syllvren keimte der leichte Verdacht auf, dass Luna ihm etwas verschwieg und ihm nicht ganz die Wahrheit sagte, schlossen ihre Körperhaltung und der kurze, kaum erkennbare Biss auf ihre Lippe auf eine solche Tatsache. Aber… Warum sollte sie ihm denn etwas verheimlichen, gab es dazu überhaupt einen Grund. //Ich werde es noch herausfinden, wenn wir hier lebend wieder herauskommen.//
Sein Kopf richtete sich wieder auf, seine Augen fixierte das Gesicht seiner Begleiterin, die ihren Kopf weiterhin gesenkt hielt. „Sagen wir einfach, dass wir quitt sind“, antwortete Syllvren, als sich das Lächeln auf Lunas Lippen bildete. Ein schönes Lächeln, wie der Drow zugeben musste. „Anscheinend hat das Gift keine große Wirkung auf meinen Körper, immerhin spüre ich keine einzige Lähmungserscheinung.“ Syllvren blickte auf seinem geheilten Arm, bewegte ihn ein wenig hin und her, ballte seine Hand zu einer Faust und streckte die Finger daraufhin wieder aus. Die Schmerzen waren verklungen, es war beinahe, als ob diese Spinne ihn nie gebissen hatte. Und das Gift… Anscheinend hatte sein Körper eine gewisse Immunität zu Giften erhalten – vielleicht ein weiterer Effekt des Wolfsblutes, welches durch seine Adern rauschte. Lautlos legte der Drow seinen Kopf in den Nacken, blickte etwas verträumt an die Höhlendecke. Irgendwie war diese Situation ganz anders als damals, als er von einer dieser Giftschlangen im Untergrund von Kendan gebissen worden war. Er und seine Freundin waren ein weiteres Mal vor den Wachen der Stadt geflüchtet und hatten sich in einem verlassenen Haus versteckt, um den wachsamen Augen ihrer Verfolger zu entkommen. Wie immer waren die Wachen nicht in der Lage sie im Untergrund Kendans zu finden, wodurch sie unentdeckt blieben und schließlich wieder das Haus verlassen wollten, als sich ihnen eine dieser Giftschlangen in den Weg stellte und sich bedrohlich vor ihnen aufbaute. Mit seinem Dolch bewaffnet baute sich der junge Drow natürlich beschützend vor seine Freundin, wurde bei dieser Aktion jedoch sogleich angegriffen und von der Schlange gebissen, welche er daraufhin mit seinem Dolch tötete. Der Biss selbst schmerzte wenig, jedoch war es das Gift der Schlange, welches Syllvren sofort zusetzte. Hätte sie ihn damals nicht schnell zu seiner Mutter gebracht, würde er wahrscheinlich jetzt nicht mehr hier sitzen…


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 Betreff des Beitrags: Re: Antike Minen von Karak Azkar
BeitragVerfasst: 13. Jun 2011, 13:14 
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Halbelfe
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Luna lehnte sich zurück und hing mit gemischten Gefühlen ihren Gedanken nach. So ganz gelogen hatte sie ja nun auch wieder nicht. Sie war tatsächlich sehr neugierig und hatte sich Heilmagie anfangs auch heimlich beigebracht, da sie zu stolz gewesen war, ihre Mutter nachträglich um Unterricht zu bitten. Es war so gewesen, dass sie als Kind gar keine Heilmagie lernen wollte und viel lieber in der Unterwelt Kendans herum geschlichen war, zusammen mit dem einzigen Freund, den sie damals hatte. Sie hatte Unterricht geschwänzt und hatte stattdessen im Dreck gespielt, sehr zum Missfallen ihrer Mutter. Aber es hatte ein Ereignis gegeben, das sie dazu bewegt hatte, doch Heilmagie zu erlernen. Damals, als ihr bester Freund von einer Giftschlange gebissen worden war und sie anfangs nur hilflos mit ansehen konnte, wie er unter dem Gift litt. Schließlich hatte sie ihn zu seiner Mutter gebracht, die sich Dark sei Dank mit Heilkunde ausgekannt hatte und ihn retten konnte. Aber damals hatte Luna begriffen, dass Heilmagie wirklich wichtig war und hilfreich sein konnte. Also hatte sie gar nicht alles gelogen. Und dennoch fühlte sie sich schuldig, weil sie Syllvren verheimlichte, dass sie die Prinzessin war, die er suchte. Er würde sie dafür hassen, wenn er es irgendwann erfahren sollte…
Luna war so in ihre Gedanken vertieft, dass sie kaum mitbekommen hatte, dass sich Fertias Syllvren genähert hatte und nun neben ihm saß. „Es war unglaublich mutig von Euch, dass Ihr Eure Freundin ganze zweimal vor diesen fiesen, giftigen Monstern gerettet habt.“ Ihre Stimme hatte einen seltsamen Unterton und das Lächeln, das sich auf Feritas‘ Lippen gebildet hatte, gefiel Luna ganz und gar nicht. „Und es gelingt nur den wenigsten Männern, das Gift zu überstehen. Nur den allerstärksten.“

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 Betreff des Beitrags: Re: Antike Minen von Karak Azkar
BeitragVerfasst: 13. Jun 2011, 14:13 
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Dunkelelf
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Und da war es wieder, dieses eigenartige Gefühl, welcher sich von seinem Inneren heraus durch den ganzen Körper ausbreitete. Was machte Feritas mit ihm, dass er ständig in ihrer Anwesenheit es verspürte? Es brachte ihn immer ein wenig aus dem Konzept, machte ihn unsicher und ein klein wenig verlegen. „Dazu gehört doch nicht viel“, erwiderte Syllvren leise, ein leichtes Lächeln stahl sie auf seine Lippen. Irgendwie steckte ihr Lächeln einen an und wenn man es anmerken dürfte, war es dem eines Engels gleich – von daher konnte Syllvren seine Augen kaum von ihrem Gesicht losreißen, so sehr faszinierte es ihn. Der letzte Satz ließ einen gewisses Gefühl aufflackern, welcher er schon lange nicht mehr gespürt hatte: Stolz. Diese paar Worte von Feritas hatten seinen Stolz auf sich selbst wieder geweckt und es fühlte sich einfach nur gut an. „Feritas, Euer Lob erfreut mich wirklich sehr.“ Sein Lächeln wurde breiter und die Gefühle aus seinem Inneren breiteten sich immer stärker in ihm aus. Er spürte, wie Feritas ihre Hand auf seine Schulter legte und für einen Moment durchzuckte ihn ein Impuls von tausenden, unbeschreibbaren Gefühlen seinen Körper, ließ seine Muskeln kurz anspannen und daraufhin wieder entspannen, während er deutlich Feritas Stimme hörte, die ihm Dinge ins Ohr flüsterte, die er in diesem Moment nicht verstand. Dann war alles wieder vorbei und etwas verwirrt blickte Syllvren in das bezaubernde Gesicht der Blutelfe. „Ruht Euch noch etwas aus, du stärker Krieger. Wir werden Eure Kräfte später sicherlich zu genüge gebrauchen.“ Mit diesen Worten zwinkerte sie ihm noch einmal zu und ging anschließend wieder zu Harsk und den anderen Zwergen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Antike Minen von Karak Azkar
BeitragVerfasst: 13. Jun 2011, 17:33 
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Halbelfe
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Argwöhnisch beobachtete Luna Feritas und Syllvren und was sich dort abspielte, gefiel ihr ganz und gar nicht. Sie war sich nicht sicher, aber es sah so aus, als ob sich ein leichter Schleier auf Syllvrens Augen gelegt hatte. Die Art, wie Feritas mit ihm sprach und ihn berührte, brachte Luna beinahe dazu, sich sofort zu übergeben. Und dann ging Feritas genauso plötzlich wieder, wie sie bei Syllvren aufgetaucht war. Syllvren konnte seinen Blick kaum von ihr abwenden. Egal was sich hier gerade abgespielt hatte: Luna hatte das dumpfe Gefühl, dass es nichts Gutes war.
Schließlich brachen sie wieder auf. Die Zwerge meinten, dass es nicht mehr allzu lang dauern würde, den Aufenthaltsort des Reliktes zu erreichen. Es wurde allmählich wärmer, je weiter sie gingen, bis es schließlich beinahe unerträglich heiß wurde. „Sagt, Harsk, auf was sollen wir uns eigentlich vorbereiten? Ihr habt uns immer noch nicht erzählt, um was für eine Waffe es sich genau handelt.“ Harsk blieb nicht stehen und schaute Luna auch nicht an. Er schwieg einen Moment, ehe er zu einer Antwort ansetzte. „Wollt Ihr wirklich wissen, um was für eine Waffe es sich handelt? Zum Umkehren ist es zu spät.“
„Harsk“, Luna blieb stehen, „Wenn ich hier mein Leben aufs Spiel setzen sollte, möchte ich wenigstens auch endlich wissen, was mich umbringen könnte.“
Die ganze Gruppe war zum Stillstand gekommen und anfangs sagte niemand ein Wort. Die Zwerge schienen zu fürchten, dass sie tatsächlich umdrehen würde, sollte Luna von dem Gegner erfahren. Schließlich war es ausgerechnet Feritas, die das Wort erhob: „Luna, lasst doch den armen Mann in Ruhe! Ihr solltet ihm vertrauen und ihm keine Vorwürfe machen. Er wird sicherlich niemanden von uns absichtlich in Lebensgefahr bringen!“ Der Unterton in ihrer Stimme war derselbe, wie der, als sie vorhin mit Syllvren gesprochen hatte. Luna wusste nicht, was Feritas damit bewirken wollte, aber es war ihr auch egal.
„Ich sage nicht, dass ich Harsk nicht vertraue, Feritas, ich will nur wissen, was genau auf uns zukommt. Es war schon dumm genug von mir, nicht eher danach gefragt zu haben, aber ich habe Harsk vertraut. Jetzt, wo wir kurz davor sind diese „Waffe“ zu finden, möchte ich doch gerne wissen, was auf mich zukommt. Allein schon deswegen, um strategische Überlegungen zu treffen!“

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 Betreff des Beitrags: Re: Antike Minen von Karak Azkar
BeitragVerfasst: 13. Jun 2011, 17:51 
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Dunkelelf
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Ein langgezogenes Seufzen entglitt der Kehle des Zwerges. Seinen Hammer auf den Boden gestellt, massierte er mit den Händen seine Schläfen, während sein Gesicht von einer gewissen Anstrengung durchtränkt war. „Also, Harsk: Wobei handelt es sich bei eurem antiken Relikt?“, wiederholte Syllvren die Frage, die Luna vor einigen Augenblicken gestellt hatte. Bevor er jedoch eine Antwort bekam gab es dennoch etwas, was ihn verwunderte. Irgendwie… Ja, irgendwie verspürte er auf einmal das Verlangen danach, sich auf Feritas Seite zu stellen und Harsk in Schutz zu nehmen. Was war nur mit ihm auf einmal los?
„Bei meinem Barte, ist ja gut, ich erzähle schon…“ Seine Hände legten sich um den Griff seines Hammers, sodass er sich an selbigen lehnen konnte. „Ich habe euch ja schon davon erzählt, dass unser mächtigster Herrscher Maegar vor mehreren Jahrhunderten mit der Macht seines Runensteins eine Waffe geschaffen hatte, welche dafür gedacht war, Karak Azkar zu verteidigen und jede Belagerung zu zerschmettern. Maegar war ein mächtiger Zwerg, der wohl stärkste, den unser Volk die letzten zwei Jahrtausende hervorgebracht hat. Er alleine war in der Lage dieses Relikt zu kontrollieren und nachdem er verstorben war haben wir den Runenstein aus seinem Inneren entfernt und seine Hülle somit in einen ewigen Schlaf fallen lassen. Unser letzter König Ulric meinte jedoch, er müsste den Runenstein wieder einsetzen und die Kräfte der Waffe wiederbeleben…“
Harsk blickte auf, schaute Syllvren und Luna abwechselnd in die Augen. „Das Relikt, von welchem ich rede, ist ein Golem, der durch die uralte Magie des zwergischen Runensteins angetrieben wird. Da Ulric nicht einmal in der Lage war, die Magie des Steines zu zähmen, war er natürlich auch nicht in der Lage, den Golem zu kontrollieren. Und da wir Zwerge in der Magie nicht sonderlich bewandert sind, ist es uns alleine nicht möglich den Golem zu vernichten – immerhin ist seine steinerne Haut so hart, dass keine Klinge dieser Welt sie alleine durchdringen kann.“


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 Betreff des Beitrags: Re: Antike Minen von Karak Azkar
BeitragVerfasst: 13. Jun 2011, 18:31 
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Luna stöhnte und rieb sich die Schläfen. Jetzt wurde die ganze Sache noch viel klarer. Sie brauchten nicht nur Hilfe von außerhalb, weil sie dem Rest der Zwerge misstrauten, sondern auch, weil niemand von ihnen Magie beherrschte. Und Elfen waren in der Regel bekannt dafür, dass sie magiebewandert waren.
„Gut“, sagte sie resigniert. Sich darüber aufzuregen, dass Harsk nicht von Anfang an reinen Wein eingeschenkt hatte, brachte auch nichts. „Da wir das nun wissen…Gehen wir weiter, Harsk.“ Ihr Gegner war also ein Golem. Fantastisch. Ein riesiges, von Magie angetriebenes Konstrukt, das sie mit Leichtigkeit einfach zerquetschen und erschlagen konnte. Das würde ein langer, anstrengender Kampf werden…
Sie gingen weiter und es wurde heißer. Irgendwo in der Nähe musste es einen Lavastrom geben, der die gesamte Gegend erhitzte. Diese Temperaturen machten es Luna etwas schwer, klar zu denken, und würden sicherlich auch den Kampf zusätzlich erschweren. Und da sie währenddessen wohl kaum noch Zeit haben würde, sich eine gewisse Taktik zu überlegen, begann Luna schon jetzt damit.
Bei einem Golem würde Blitzmagie kaum etwas nützen, da Golems hauptsächlich aus Steinen und Lehm bestanden. Also würde sie mit einem anderen Schwert kämpfen und andere Magie anwenden müssen. Sie hatte noch immer Dunkelmagie und Wassermagie im peto. Illusionen würden vermutlich nur wenig nützen, da sie nur bei intelligenteren Lebewesen wirklich wirkten. Sie könnte auch Untote zur Unterstützung beschwören, allerdings war die Totenbeschwörung ein Privileg der drow’schen Königsfamilie und obersten Priestern Darks. Würde sie hier Untote beschwören, würde das nicht nur Misstrauen in den anderen wecken, sondern sie auch verraten. Nein. Totenbeschwörung würde sie für eine lange Zeit nicht anwenden können. Also zurück zur Wasser- und Dunkelmagie. Ja, das dürfte reichen. Es musste reichen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Antike Minen von Karak Azkar
BeitragVerfasst: 13. Jun 2011, 19:00 
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Dunkelelf
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Kleine Schweißperlen rannten Syllvrens Schläfen herab, die Hitze der Umgebung wurde langsam schon unerträglich. Er hatte sich ein wenig nach hinten fallen lassen um ein wenig nachzudenken. Ein Golem, der so mächtig war, dass er eine ganze Belagerungsarmee zerschlagen konnte? Wenn man das so hörte, musste dieses Teil nicht nur riesig sein, sondern auch kräftig und robust. Wahrscheinlich ließ ein einziger seiner Schläge den Boden erzittern. Sein Schwert konnte Syllvren demnach für den Kampf vergessen, blieben noch Eis, Finsternis und Auramagie… Eismagie würde schwierig zu nutzen sein, würden die äußeren Temperaturen seine Magiereserven schneller aufbrauchen und das Eis würde sich wohl kaum über längere Zeit halten. Die Auramagie schien im Kampf gegen einen solch mächtigen Gegner geradezu prädestiniert zu sein und auch seine Kenntnisse in der Dunkelmagie würden sicherlich von Nutzen sein. „Gib auf dich Acht, du mächtiger Krieger…“ Feritas hatte sich ebenfalls nach hinten fallen lassen, hatte diesen Satz sogleich in sein Ohr geflüstert, während ihre Fingerspitzen über seinen rechten Arm strichen. Ein eiskalter Schauer lief bei dieser Berührung über Syllvrens Rücken, sein Atem setzte, wie sein Gehirn, für einen Augenblick aus. Erneut spürte er, wie sich diese Gefühle explosionsartig in ihm ausbreiteten und seinen Geist unterwarfen. „So ist es richtig, du süßer, kleiner Drow…“, flüsterte sie kaum hörbar, nachdem sie erneut den Körperkontakt löste und einen Syllvren zurückließ, der innerlich vollkommen neben der Rolle war – nicht wissend, was er nun denken sollte.
„Wir sind da.“


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 Betreff des Beitrags: Re: Antike Minen von Karak Azkar
BeitragVerfasst: 13. Jun 2011, 20:01 
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Vor ihnen eröffnete sich ein riesiger, unübersichtlicher Höhlenkomplex, hell erleuchtet durch tödlich heiße Lavaströme, die die Wände hinab stürzten und rechts und links von der hohen Plattform, auf der sie standen, in den Berg liefen. Und am Ende der Plattform erhob sich ein riesiger, unbeweglicher Steinhaufen. Sie gingen ein paar Schritte, sahen sich auf der Plattform um und betrachteten skeptisch den Steinhaufen. Luna spürte Magie innerhalb der Steine, erst ruhend und dann, ganz plötzlich, begann sie durch den ganzen Haufen zu pulsieren. Die Steine begannen erst zu vibrieren und begannen dann, sich zu erheben.
„Oh heilige…“, flüsterte Luna entsetzt, als sich die Steine zu einem riesigen Gebilde formten – der Golem.
Die Plattform bebte, als der Golem einige Schritte auf sie zumachte. Dann blieb er kurz stehen, völlig ruhig. Keiner von ihnen wusste, was sie jetzt tun sollten. Und waren unvorbereitet, als der Golem mit einem Mal seinen Arm hob und ihn mit erstaunlicher Geschwindigkeit wie einen Hammer nach unten schnellen ließ – Harsk und Glyr konnten in letzter Sekunde zur Seite springen und dem sicheren Tod entgehen. „Dieses…dieses DING sollen wir zerstören?!“, rief Luna fassungslos. „Das bringt uns um, ehe wir ihm auch nur einen Kratzer zugefügt haben!“ Kaum hatte sie ihren Satz beendet, musste Luna zur Seite springen, um nicht von der Felsenfaust zermalmt zu werden. Waffen würden hier tatsächlich nicht viel ausrichten. Magie musste herhalten. Und zwar viel Magie.

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 Betreff des Beitrags: Re: Antike Minen von Karak Azkar
BeitragVerfasst: 13. Jun 2011, 20:23 
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Syllvren rollte sich ebenfalls zur Seite als die mächtige Felsenfaust auf den Boden schmetterte. Wenn er sich diesen Koloss nun anschaute musste er zugeben, dass er ihn sich etwas kleiner vorgestellt hatte. Knapp drei Meter in die Höhe ging er, mindestens einen Meter breit und massiv, wie es ein aus Stein geformter Golem nur sein konnte. Seine Bewegungen und Schritte waren langsam, doch die Geschwindigkeit, in welcher er zuschlagen konnte, war wirklich nicht zu unterschätzen. „Sieht so aus, als könnten wir unsere Grabsteine aus den Steinen dieses Golems schlagen – wenn wir denn dazu in der Lage sind!“ Syllvren war schon jetzt glücklich, dass er sich auf diesen Kampf vorbereitet hatte. Schon auf dem Weg hierher hatte er größere Menge Aura aus seiner Umgebung bebündelt und in seinem Inneren gespeichert. Ob diese Mengen reichen sollten diesen Golem in seine Einzelteile zu verarbeiten musste er dann wohl erst einmal herausfinden. Einem weiteren Angriff des Golems ausweichend indem er sich wieder zur Seite rollte, begann Syllvren bereits den ersten schwarzen Zauber auszusprechen, mit welchem er beginnen wollte. Bevor er seine Aurareserven benutzen wollte, fand es Syllvren eine gute Idee, die körperliche Resistenz des Golems auf seine heimtückische Dunkelmagie auszutesten. Dunkle Schwaden legten sich um seine Arme, nahmen jegliche Sicht auf die Bereiche, welche sie verdeckten. „Morn ceber“, murmelte der Drow in einem Stimmlaut, welcher noch eine Oktave tiefer als seine normalerweise so dunkle Stimme lag. Kaum hatte er ausgesprochen und seine Hände ausgestreckt, formten sich die Schwaben zu zwei dunklen Pflöcken, die mit einer kurzen Bewegung seiner Handflächen auf den Golem geschleudert wurden. Im Flug nahm ihre Größe noch mal um ein vielfaches zu, ehe sie sich in seinen Bauch bohrten und den Golem einige Meter nach hinten drückten. Ein Geräusch von Gestein, welches unter der Wirkung seiner Schattenmagie, welche gerade wie Säure wirkte, sich zischend zersetzte, erfüllte den Raum. Auch wenn dieser Angriff normalerweise einen Feind sofort fesselte und bewegungsunfähig machte, so hinterließ er bei diesem Golem nur zwei Löcher in seiner Felshaut. „Es ist schon einmal gut zu wissen, dass ich Schattenmagie gegen diesen Golem einsetzen kann…“
Gerade noch rechtzeitig konnte sich Syllvren wieder zur Seite abrollen, als der nun noch wütendere Golem erneut seinen Felsarm hinabschnellen ließ und den Boden ein weiteres Mal zum erzittern brachte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Antike Minen von Karak Azkar
BeitragVerfasst: 13. Jun 2011, 21:05 
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Halbelfe
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Es war gut zu wissen, dass Schattenmagie wirkungsvoll bei dem Golem zu sein schien. Die Zwerge schienen nicht ganz zu wissen, wie sie den Golem angreifen sollten, rannten immer wieder auf ihn zu und schlugen auf seine Beine – das einzige, was dabei zu Schaden kam, waren ihre Hämmer und Äxte. Auch Feritas schien etwas hilflos. Ihre Schwerter waren nutzlos gegen das harte Gestein des Golems und so fungierte auch sie viel mehr als Ablenkung, sodass Luna und Syllvren ihre Zauber sprechen konnten. Und Luna hatte begonnen, einen mächtigeren Spruch vorzubereiten. Sie stand regungslos vor dem Eingang der Höhle, den Blick auf den Golem gerichtet, die Arme zu ihrer Seite gestreckt. Ihre Stimme war seltsam verzerrt und dunkel, sie sprach alte, dunkelelfische Worte. Nach und nach sammelten sich schwarze Nebelschwaden um ihren Körper. Der Zauber, den sie vorbereitete, war mächtig. Er würde ähnlich einer Druckwelle wirken, nur mit zusätzlicher ätzender Wirkung. Aber bis der Zauber fertig war, mussten die Zwerge und Feritas den Golem von ihr ablenken.
Schließlich kam Luna in die letzte Phase des Spruches, einem Gebet zu Ehren Darks und eine Bitte um Kraft. Kaum hatte sie die letzten Worte ausgesprochen, spürte sie eine zusätzliche Macht durch ihren Körper jagen, die den Zauber verstärkte. Einen Moment lang genoss Luna die Macht, die Dark ihr gewährte. Und im nächsten Moment schleuderte sie mit einem Kampfschrei die gesammelte Magie in Form eines riesigen Rammbocks auf den Golem zu. Die Schatten trafen auf die Brust des Golems, begannen sich hungrig durch das Gestein zu fressen und der Stoß schob den Golem nach hinten. Luna zog die Arme nach hinten, der Rammbock folgte ihrer Bewegung. Sie holte weit aus und stieß den Rammbock wieder gegen den Golem. Immer und immer wieder wiederholte sie das, während einige Schatten an dem Gestein hängen blieben und sich hindurch fraßen. Und nach dem letzten Stoß kippte der Golem über den Rand der Plattform und stürzte in die Lava hinab. Der Rammbock löste sich auf und Luna sank keuchend in die Knie. War das wirklich schon alles gewesen?

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 Betreff des Beitrags: Re: Antike Minen von Karak Azkar
BeitragVerfasst: 13. Jun 2011, 21:25 
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Dunkelelf
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Vollkommen ungläubig starrte Syllvren einige Weile auf die Stelle, an welcher der Golem vor einer Sekunde von der Plattform gefallen war und von dort aus zu Luna, welche auf die Knie gegangen war. In seinem Kampfrausch hatte Syllvren gar nicht auf Luna geachtet, hatte nicht mitbekommen, was für einen mächtigen Zauber sie dort am Wirken war. Und jetzt hatte sie ihn mit diesen ungeheuren Massen an dunkelster Schattenmagie, welche nur so von finsterer Kraft durchdrungen war, von der Plattform gestoßen und ihn laut platschend in das Lavabecken fallen lassen. Starr lag sein Blick auf Luna, sein Verstand konnte einfach nicht begreifen, was sie soeben bewirkt hatte. Woher, in Darks Namen, nahm sie diese ungeheure Magie? Allmählich befreite sich sein Körper wieder aus seiner Regungslosigkeit, seine Beine trugen ihn mit gleichmäßigen Schritten zu Luna. „Alles in Ordnung, Luna?“, rief er schon von weitem, nur noch ein paar Schritte trennten ihn und die Halbelfe. Luna richtete gerade ihren Kopf in Syllvrens Richtung und öffnete ihre Lippen, um etwas sagen zu wollen, als ein heftiger Stoß die Plattform, auf welcher sie standen, erschütterte und alle zu Boden warf. Erschrocken blickte Syllvren in die Mitte selbiger, seine Augen entdeckten einen tiefen Riss im Gestein. Ein weiterer Stoß erschütterte die Plattform, der Riss wurde größer und breitete sich ein wenig aus. Was in Darks Namen ging hier vor? Zum dritten Mal erbebte der Boden unter ihren Füßen, der Riss brauch auf und Gesteinsbrocken flogen in der Luft umher, ehe eine riesige, mit Lava überzogene Gestalt aus dem Boden schoss. „Heilige…“ Syllvren blieben bei diesem Anblick die Worte im Halse stecken. Aus dem Boden ragte der Golem, welchen Luna noch vor wenigen Augenblicken in das Lavabecken befördert hatte, Lava floss aus seinem Körper heraus, breitete sich zischen in dem Bereich um das Loch aus, durch welches er hervorgestoßen war. Seine Arme griffen nach den großen Gesteinsbrocken, welche er mit aus der Tiefe gerissen hatte, und drückte sie in seinen Körper, wo sie daraufhin sofort mit ihm verschmolzen.
Syllvren blickte zu Harsk, Feritas und den anderen Zwergen aus ihrer Gruppe. Auch sie waren erstarrt, blickten mit weit aufgerissenen Augen der riesigen Gestalt des Golems entgegen. Syllvren fühlte sich machtlos. Wie sollten sie einen solchen Gegner bezwingen, welcher sich anscheinend mit dem Material seiner Umgebung reparieren konnte?!


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 Betreff des Beitrags: Re: Antike Minen von Karak Azkar
BeitragVerfasst: 13. Jun 2011, 22:17 
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Halbelfe
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„Das kann doch nicht wahr sein! Verdammt!“ Luna rappelte sich so schnell es ging wieder auf und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Hatte dieses Mistding überhaupt eine Ahnung, wie viel Kraft sie gerade aufbringen musste, um diese enorme Menge an Magie zu bündeln?! Hatte es denn nicht wenigstens ein klein wenig Respekt vor den Anstrengungen anderer und konnte einfach tot bleiben, wenn es in Lava stürzte?! Lunas Stolz war etwas angekratzt und ihr Kampfgeist war geweckt. Irgendwie musste dieser Golem zu vernichten sein und Luna würde alles daran setzen herauszufinden, wie er zerstört werden konnte!
Da der Golem jetzt durch und durch mit Lava zu überzogen zu sein schien, änderte sich einiges an den möglichen Angriffstaktiken. Den Zwergen und Feritas war es nun praktisch unmöglich, den Feind anzugreifen, ohne zu riskieren, dass ihre Waffen dabei schmolzen und sie selbst bei der Hitze der Lava gebraten wurden. Und für Luna bedeutete die neue Situation, dass Wassermagie von größerem Nutzen sein konnte. Sie musste nur genug Kraft aufbringen, um das Wasser auch flüssig zu halten. Erst einmal brauchte sie aber Wasser. Die Luft war sehr trocken, wenn hier irgendwo Wasser war, dann in den oberen Luftschichten oder sie müsste es aus den Gängen ziehen, aus denen sie gekommen waren. Oder sie nutzte Eis, das sich bei dieser Hitze verflüssigte oder in Dampf umwandelte und dann in der Luft blieb und so für sie nutzbar wurde.
„Syllvren! Ich brauch mal ein wenig Eis!“, rief sie dem Drow zu und hoffte, dass er sich nicht zu sehr über ihre Aufforderung wunderte, bei diesen Temperaturen zu versuchen Eis zu schaffen. Sie brauchte einfach Wasser und Syllvren schien keine Probleme damit zu haben, Eis praktisch aus dem Nichts zu erschaffen und ihr somit einen Wasservorrat zu geben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Antike Minen von Karak Azkar
BeitragVerfasst: 13. Jun 2011, 22:33 
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Im ersten Moment war Syllvren überrascht von Lunas Aufforderung, dass er ihr mit seiner Eismagie Eis erschaffen sollte. Was wollte Luna denn mit Eis gegen diesen glühenden Lavabrocken anfangen? Es würde doch alles sofort verdampfen oder zumindest schmelzen und wäre somit doch nur eine Verschwendung seiner Magiereserven. „Ich hoffe, dass du einen Plan im Hinterkopf hast, denn ich habe keine Lust von diesem Ding bei mehreren hundert Grad gegrillt zu werden!“ Syllvren richtete sich auf, streckte sogleich seine Arme von sich und griff nach seinen Magiereserven, tief in seinem Inneren. Die Luft um ihn herum kühlte langsam ab, kleine Eiskristalle bildeten sich an seinem rechten Arm und auf dem erhitzten Gestein der Plattform, schmolzen durch die enorme Hitze jedoch gleich wieder und bildeten langsam eine große Pfütze um Syllvren, welche immer weiter mit schmelzenden Eis befüllt wurde, damit es nicht gleich zu verdampfen drohte. „Gibt es noch irgendwelche Wünsche, die ich dir erfüllen kann?“


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BeitragVerfasst: 13. Jun 2011, 23:17 
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„Ja!“, schrie Luna und berührte mit ihrem Geist die Wasserpfütze und das gasförmige Wasser um Syllvren herum. „Egal was passiert: Rühr dich NICHT vom Fleck!“ Dann schloss Luna die Augen und konzentrierte sich. Sie zwang den Dampf dazu, eine flüssige Form anzunehmen und zog gleichzeitig das flüssige Wasser in die Luft. Sie führte das Wasser zusammen, sodass es eine Masse mit unklarer Form bildete. Die Masse wurde immer größer, bis Luna schließlich das Gefühl hatte, dass sie genug Wasser angesammelt hatte, dass sie jetzt auf den Lava-Golem loslassen konnte.
Mit einer kraftvollen Handbewegung schleuderte sie das Wasser direkt auf den Golem und schrie schmerzerfüllt auf, als die kalten Wassermassen auf das heiße Gestein trafen und sie die geistige Verbindung zu dem Wasser nicht rechtzeitig kappen konnte. Das Wasser begann zu zischen und begann zu verdampfen, tat aber seinen Zweck und kühlte den Golem ab, löschte die Lava, die ihn unantastbar gemacht hatte. Keuchend ging Luna in die Knie und hielt sich den Kopf. Sie spürte noch immer die Hitze des Golems in ihrem Geist, die sie durch das Wasser wahrgenommen hatte. Ausnahmsweise musste jetzt einer der anderen angreifen.

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BeitragVerfasst: 14. Jun 2011, 00:14 
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Der Golem war abgekühlt und erhärtet, nahm dem Golem so seine Bewegungsfreiheit zu großen Teilen. Wie wild geworden versuchte er die erkühlte Lavakrüste zu durchbrechen und seine Felsenarme auf seine Gegner niederzuschlagen. Aber egal, wie sehr sich der Golem momentan zu befreien versuchte, Syllvren wusste, dass er in diesem Moment die besten Chancen besaß diesem Golem ein weiteres Mal ernsten Schaden zuzufügen. Er konzentrierte seine Schattenmagie in seinen Händen und bündelte sie zu einer gewaltigen Welle, welche er sogleich auf den Körper des lebendigen Gesteinshaufens schleuderte. Mit einem lauten Knacken durchdrang die Sichel die äußere, erstarrte Lavaschicht, woraufhin der Körper des Golems in seine Einzelteile zerfiel. Ein wenig schwerer atmend blickte Syllvren auf den Körper des Golems, welcher anscheinend wieder besiegt zu sein schien – dachte der Drow zumindest, denn von einer Sekunde auf die andere glühte ein kleiner Stein inmitten des Steinhaufens auf, brachte wieder Bewegung und Leben in ihn hinein. „Syllvren, Ihr müsst den leuchtenden Stein von den anderen Steinbrocken entfernen, ansonsten baut sich der Golem wieder neu zusammen!“
//Nein, wirklich?! Diese Tatsache ist mir inzwischen ja auch noch nicht aufgefallen…// Syllvren richtete sich auf, versuchte die Lage des kleinen, leuchtenden Steins, welcher langsam unter weiteren Gesteinsbrocken verschwand, im Auge zu behalten. Er nahm sich jetzt schon vor diesen Kampf innerhalb der nächsten Minute zu beenden, würde er dafür sämtliche seiner Aurareserven aufbieten, die er inzwischen angesammelt hatte. Die Luft um Syllvren begann sofort zu vibrieren, als er die Aura aus seinem Inneren befreite und um seinen Körper herum konzentrierte. Wie eine zweite Haut, ein geisterhafter Schleier legte sie sich um seinen Körper, schien sich langsam um selbigen zu drehen und sich ständig zu verformen. Syllvren ließ sein Schwert in seiner Hand erscheinen, bündelte einen großen Teil auf die schwarze Klinge, verlieh der dunklen Klinge einen bläulichen Schimmer. Mit schnellen Schritten rannte der Drow auf den riesigen Golem zu, das Schwert kampfbereit erhoben und zu jeder Sekunde bereit einen tödlichen Streich auszuführen. Der ersten Faust ausweichend, anschließend bereit die Klinge durch die Luft wirbeln zu lassen und die Stelle des Körpers zu treffen, in welcher sich der Stein befinden musste, fühlte sich der Drow schon beinahe zu sicher, als mit einem Mal der regungslose Arm sich zu bewegen begann, blitzschnell zur Seite gezogen wurde und Syllvren vor seinem Schwertschlag zur Seite schlug. Im hohen Bogen flog sein Körper durch die Luft, stieß hart auf den Boden auf und glitt in Richtung des Randes der Plattform. Geistesgegenwärtig war Harsk in die Richtung gerannt, in welche Syllvren geschleudert wurde und konnte so im letzten Augenblick verhindern, dass Syllvren lebendig in der heißen Lava gekocht werden würde. Schwer atmend lag der Dunkelelf auf dem Boden, ein dicker Riss hatte sich durch seinen Brustpanzer gezogen, welcher durch den Schlag genauso stark deformiert war wie der Rest seiner Rüstung. „Haltet durch, Syllvren!“ Mit einigen geschickten Handgriffen öffnete Harsk die Rüstung des Elfen, welche auf seinen Körper drückte und ihm beinahe die Luft abschnürte. Der Brustpanzer war schnell entfernt, sodass Syllvren schnell wieder nach Luft schnappen konnte. Eilig entfernte Harsk noch die restlichen Rüstungsteile, ehe er besorgt von ihnen zu Syllvren blickte. „Alles in Ordnung? Eure Rüstung schein diesen Angriff nicht überstanden zu haben.“
Ungläubig blickte Syllvren zur Seite, sah die zerstörten Rüstungsteile neben ihm liegen. Bei ihrem Anblick wurde ihm sofort etwas klar, was im nächsten Moment auch durch eine Hitze in seinem Inneren bestätigt wurde. „Bringt Euch und den Rest der Truppe sofort in Sicherheit…“, sagte Syllvren angestrengt, richtete sich langsam wieder auf. Die Aura aus seinem Inneren brach mit seinem Schlag komplett heraus, sämtliche Muskeln in seinen Armen spannten sich an und langsam spürte er, wie seine Instinkte wieder auf seinen Körper übergriffen. Es wurde schwieriger nicht daran zu denken, dass er diesen Golem auseinandernehmen wollte als seine Hände sich wieder zu Wolfsklauen veränderten und seine Arme mit dichten, schwarzen Wolfsfell überdeckt wurden. Seine Pupillen verformten sich zu Schlitzen und seine Schneidezähne wuchsen ein kleines Stuck, wurden dabei spitz wie kleine Dolche. Die Aura strömte zu seinen Klauen, wirbelte wild geworden um sie herum, veränderte dabei ihre Farbe, bis sie beinahe so schwarz wie das Wolfsfell selbst war. Ein dunkles Knurren entwich seiner Kehle, ehe er mit einem Mal auf den Golem losschnellte. Der Golem reagierte wie schon zuvor, schlug er sogleich mit einem seiner massiven Felsarme nach Syllvren, welcher mit einem großen Satz in die Luft dem Arm auswich und mit einem Klauenstreich löste sich eine Aurasichel, welche das Gestein sauber durchtrennte und den Arm regungslos zu Boden fallen ließ. Ein weiterer Klauenstreich in Richtung des anderen Arms und schon war der Golem, für einige Momente, nicht mehr in der Lage nach Syllvren zu schlagen. Dieser nutzte die Gelegenheit sofort aus, schlug den Kopf des Golems ab, ehe er vor ihn sprang und die restliche Aura zwischen seinen Händen zu einer Kugel konzentrierte und selbige direkt auf die Brust des Golems abfeuerte – dort, wo der Grundstein sich befinden musste. Die Kugel traf auf die steinerne Brust, ehe sich ihre gesamte Energie entlud und in einer gigantischen Explosion den Golem in tausend Stücke riss, den Rundenstein weit weg schleuderte, wo er schließlich über dem Rand der Plattform in die tiefen Lavaströme hinab fiel. Vollkommen erschöpft sank Syllvren zu Boden, sein Kopf drehte sich, ihm war extrem heiß und seine Instinkte schrien nach Blut. Innerlich kämpfte er darum, sich nicht von ihnen unterwerfen zu lassen. Er durfte nicht! Nein, er wollte sie einfach nicht verletzen! Dunkel knurrend umfassten seine Wolfsklauen den eigenen Kopf, in seinem Gesicht war seine Anstrengung zu erkennen. Er kämpfe!


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