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 Betreff des Beitrags: Straßen Karak Azkars
BeitragVerfasst: 7. Apr 2012, 19:34 
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Halbelfe
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Es dauerte nicht lange, bis Luna das Gefühl hatte, sich hoffnungslos in der riesigen Zwergenstadt verlaufen zu haben. Jene Zwerge, die es nicht gewohnt waren, Oberweltler zu sehen oder vielleicht sogar noch nie einen zu Gesicht bekommen hatten, starrten sie an wie eine Zirkusattraktion, und das lebhafte Gerede in der zwergischen Sprache, die Luna nur unzureichend verstand, verwirrte sie nur noch mehr.
Aber es lohnte sich, durch die Stadt zu laufen und sich umzusehen. Die Architektur der Zwerge war erstaunlich und variierte von Stadtteil zu Stadtteil, je nachdem wie alt die jeweiligen Bezirke waren. Auch die Waren, die feil geboten wurden, waren es wert angesehen zu werden, denn jegliche Handwerkskunst schien von den Zwergen perfektioniert worden zu sein und erstrahlte in ihrer ganz eigenen Schönheit. Nur leider fehlte Luna das Geld, sich auf diesen Märkten auch auszutoben – Vermutlich war dieser Umstand auch ganz praktisch.
Dennoch vergaß Luna nie, dass sie eigentlich nach etwas ganz bestimmten suchte. Die meisten Zwerge waren zwar unfähig, Magie zu erlernen, aber dennoch war sie zuversichtlich, dass es auch unter den Zwergen Heilkundige gab, wenn nicht sogar die seltenen Fälle der magiebegabten Zwerge, die vielleicht Heilmagie praktizieren konnten.
Seit Wochen nagte an ihr ein Verdacht, von dem sie nicht sagen konnte, ob sie ihn als positiv oder negativ bezeichnen sollte. Nichts hatte diese Sorge wirklich aus ihrem Kopf verdrängen können – nicht die Zeit mit Syllvren, nicht das gegenseitige Lehren von Eismagie und Illusionen, nicht die Angst vor der Entdeckung durch Drow, nicht die kalten Nächte in der Wildnis. Immer noch fand sie die Idee abstrus, die ihr durch den Kopf spuckte und brauchte dringend eine Gewissheit.
Schließlich musste Luna ein wenig herumfragen, ehe sie fand was sie suchte. Glücklicherweise waren vor allem viele der Händler der allgemein anerkannten Handelssprache der Welt mächtig, sodass sie ihr den Weg zur nächsten Heilkundigen weisen konnten.
Die Praxis der Heilerin war eher schlicht gehalten, war jedoch mit einigen dezenten Dekorationen und Pflanzen verziert, um den Patienten einen angenehmen Aufenthalt zu bereiten. Luna meldete sich an und wartete dann eine lange Weile, sah zu wie Zwerginnen und Zwerge in einem Raum verschwanden und wieder herauskamen. Je länger sie wartete, desto mehr spürte sie ihre Unruhe und Nervosität. Wieso nur dauerte das so lange…?
Als Luna an der Reihe war, war es draußen auf den Straßen bereits weitaus ruhiger geworden – anscheinend näherten sie sich der zwergischen Schlafenszeit. Sie war auch der letzte Patient der Heilerin und hoffte inständig, dass das alles nicht allzu lange dauern würde.
„Wie kann ich Euch helfen?“, fragte die Heilerin freundlich und begutachtete eingehend Lunas Körper, vermutlich wollte sie überprüfen, ob sie vielleicht selbst eine Auffälligkeit an Lunas Körper entdeckte. Luna selbst fühlte sich in diesem Moment völlig dämlich und wusste nicht, wie sie ihr Anliegen in Worte fassen sollte. Jetzt, wo sie es sagen sollte, klang es noch viel unwahrscheinlicher als je zuvor. Ein Lächeln machte sich auf dem Gesicht der älteren Zwergin breit, als sie Lunas Nervosität bemerkte. „Ich denke, ich weiß, was Euch zu mir führt. Bitte legt Euch hin.“
Kaum lag Luna auf einer Liege, legte die Heilerin ihren Unterleib frei und begann diesen abzutasten. Die Hände der Frau waren angenehm warm, dennoch war es ein seltsames Gefühl. Wenig später spürte Luna, wie die Heilerin Magie nutzte, um sich einen besseren Überblick über Lunas Körper zu machen. Es war nicht viel Magie, die die Zwergin beherrschte, doch es reichte völlig für ihren Beruf aus.
„War Euch in den letzten Monaten vermehrt übel gewesen?“
„Ja.“
„Hattet Ihr eventuell auch Heißhungerattacken?“
„Leider ja.“
Und in der Wildnis konnte man diesen Bedürfnissen leider nicht besonders gut nachkommen. Die Heilerin stellte ihr noch einige weitere Fragen, schien aber schon zu wissen, was Luna „fehlte“.
„Ihr könnt Euch wieder aufsetzen.“
Luna bedeckte wieder ihren Unterleib und setzte sich auf. Mit schwitzigen Händen strich sie über ihre Arme, dann über den Bauch und verschränkte schließlich die Arme vor ihrem Unterleib. „Könnt Ihr mir nun sagen, was mit mir los ist?“, fragte sie nervös.
„Seid Ihr Euch sicher, dass Ihr es nicht bereits selbst wisst?“ Die Zwergin lächelte freundlich und wissend, erbarmte sich dann jedoch Luna. „Ihr seid schwanger. Herzlichen Glückwunsch!“

---> Clangebäude der Ingenieure

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