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 Betreff des Beitrags: Königspalast
BeitragVerfasst: 17. Feb 2011, 23:47 
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Dunkelelf
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Schon vor den Toren des Palastes standen zwei königliche Leibwachen, die auf Syllvren warteten. Ohne ein Wort zu verlieren setzten sie sich in Bewegung und begleiteten Syllvren in Richtung des Palastes, einer auf seiner rechten, der andere auf seiner linken Seite gehend. Wie von Geisterhand öffnete sich das große Portal des Palastes, offenbarte einen prächtigen, fensterlosen Gang, welcher nur von ein paar Fackeln erhellt war. Syllvren mochte die Atmosphäre, die hier im Palast herrschte. Nirgendwo anders in Kendan gab es einen Ort, an dem er sich wohl so wohl fühlte, wie innerhalb dieser dunklen Mauern. Von außen war der Palast nur als ein gigantischer Schatten zu sehen, Türme aus schwarzem Stein ragten über die gesamte Stadt und eine unglaublich starke Magie strömte von diesem Ort durch ganz Kendan. Ein weiteres Portal wurde geöffnet, eröffnete den Durchgang zum Thronsaal des Palastes. Im Vergleich zu der Größe und der Pracht des Ganges, war der Thronsaal um ein tausendfaches erhabener. Säulen aus schwarzem Marmor stützten den riesigen Raum, in welchem sich Syllvren winzig vorkam. In einer Reihe standen große Statuen aus schwarzem Granit, welche allesamt Ebenbilder der vergangenen Herrscherinnen darstellten. Etliche Fackeln erhellten den großen Saal, verschafften ihm eine mystische Ausstrahlung. Überall sah man silberne Verzierungen, die sich durch den ganzen Saal zu ziehen schienen.
Eine Gänsehaut lief Syllvrens rücken hinab. Die Erhabenheit dieses Saals durchflutete seinen ganzen Körper und egal wie oft er nun schon hier war, es würde es nie schaffen einen eiskalten Schauer zu unterdrücken. Sein Blick wanderte zum Thron, auf welchem seine Königin saß. Sie war eine wunderhübsche Dunkelelfin, eine der schönsten in ganz Kendan. Ihre Aura war gigantisch, machte es ihm schwer, klar zu denken. Syllvren wusste, dass Königin Salomé die wohl mächtigste Magierin in ganz Talath war, wenn man von der Königin der Waldelfen absehen würde. Königin Noroelle von Nezawidh wäre wohl noch in der Lage, ihr das Wasser zu reichen.
Ein wenig ehrfürchtig trat Syllvren vor den Thron, kniete sich nieder und senkte seinen Blick in Richtung des Bodens. „Ihr habt nach mir gerufen, meine Königin?“
Die dunkle Stimme des Drows hallte mehrfach von den Marmorwänden durch den Thronsaal und es dauerte einige Zeit, bis sämtlicher Hall verklungen war. Erst in diesem Moment erhob Salomé ihre Stimme. „Ja. Ich habe einen wichtigen Auftrag für dich.“
Erstaunen machte sich in Syllvren Gesichtszügen breit. Seine Königin wollte ihn nicht bestrafen und sie gab ihm höchstpersönlich einen Auftrag? Träumte er? Nein, dass war kein Traum, es war die Realität!
„Meine Tochter und deine zukünftige Königin ist nach dem Anschlag auf Istovir spurlos verschwunden. Ich nehme an, dass sie entführt worden ist. Du wirst mit zwei meiner stärksten Krieger ausreiten und dich auf die Suche nach ihr machen. Steh auf!“
Syllvren zögerte einige Augenblicke, ehe er aufstand und seine Königin, welche direkt vor ihm stand, anblickte. Eine Hand legte sich auf seine Schulter, ihr Augen blickten in direkt an. Es fiel Syllvren schwer den Blick zu halten und ihm nicht auszuweichen. „Kehre erfolgreich zurück und ich verspreche dir, dass du in die königliche Garde aufgenommen wirst.“
Salomé ging zwei Schritte zurück und nickte einmal, ein Zeichen, dass Syllvren entlassen war. Der Drow verneigte sich noch einmal und mit einem „Wie ihr wünscht…“ drehte er sich um und verließ den Thronsaal. Erst langsam ordneten sich seine Gedanken wieder und ihm wurde klar, was für eine Aufgabe ihm erteilt wurde. Er musste herausfinden, wer die Prinzessin entführt hatte und die Prinzessin retten! War er denn in der Lage, eine solch wichtige Aufgabe zu erfüllen? Und noch wichtiger war die Frage, ob die zwei angesprochenen Krieger ihm vertrauten? Letztere Frage sollte ihm sogleich beantwortet werden, als er den Palast verließ. Zwei Drows in prächtigen Rüstungen, eine rabenschwarz, die andere dunkelrot, warteten auf zwei Schattenrössern sitzend vor dem Portal des Palastes. Ein drittes Schattenross stand fertig gesattelt neben ihnen. „Steig auf und versuche mitzuhalten“, waren die einzigen Worte des Dunkelelfen in der schwarzen Rüstung, ehe er das Pferd wenden ließ. Syllvren zögerte einen Augenblick, ehe er auf das für ihn vorgesehene Ross zuging und es bestieg. Ebenso, wie die anderen zwei Drows, ließ er sein Pferd wenden und folgte den zwei anderen Schattenrössern.
--->Vor den Toren der Stadt [Sangea]


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 Betreff des Beitrags: Re: Königspalast
BeitragVerfasst: 1. Apr 2012, 22:01 
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Halbelfe
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Selbst auf den Schattenrössern benötigten Luna und ihre Begleiter beinahe einen Monat, um nach Kendan zurück zu kehren. Schuld daran waren unter anderem die befreiten Drow, welche solche Reisen nicht gewohnt waren, die ständigen Streitereien zwischen Luna und Marek, welche sich bei jeder Kleinigkeit beinahe an die Gurgel gingen – dass Marek außerdem noch lange und gerne abfällige Kommentare über Syllvren machte, falls er glaubte, Luna hörte nicht zu, besserte die Atmosphäre nicht unbedingt. Dann gerieten sie einmal in einen tagelang andauernden Sturm, schafften es, sich im Gebirge zu verlaufen und gerieten nahe Sangea mitten in eine Dämonenhorde.
Als sie schließlich in Kendan ankamen, waren sämtliche Nerven bis zum Äußersten gespannt und die von Luna und Marek drohten jeden Moment zu reißen. Lunas Laune besserte sich nicht unbedingt, als Marek die befreiten Drow bei den Wachen abgab und praktisch sich selbst überließ. Er führte Luna geradewegs hinauf in das Adelsviertel und von dort noch höher bis zum Palast. Unterwegs sahen ihnen viele Drow nach, sie alle verbeugten sich, als ihnen Gewahr wurde, wen sie da vor sich hatten. Der Adel begrüßte Luna freundlich und gratulierte Marek, welcher sich nur zu gerne in diesem Ruhm baden ließ. Luna begnügte sich mit einem möglichst neutralem Blick.
Vor dem Tor des Palastes stiegen sie ab, Stalljungen nahmen die Pferde an sich, nachdem sie sich tief vor Luna und Marek verbeugt hatten. Dann führte sie ihr Weg in den Thronsaal der Schattenspitze. Schon aus der Ferne konnte Luna ihre Mutter auf dem Throne erkennen. Kaum erblickte Salomé ihre Tochter, war sie von dem Thron aufgestanden und die Stufen des Podestes hinab geeilt, schritt ihnen eilig und doch mit königlicher Anmut entgegen.
Luna beschloss, alles einfach auszublenden, was unmittelbar danach passierte. Sie wurde umarmt, Marek wurde gelobt und erhielt Salomés tiefsten Dank. Es war gut möglich, dass Salomé noch etwas mit dem Drow besprach, doch das bekam Luna schon nicht mehr mit. Irgendwann verließ Marek den Saal und Salomé führte ihre Tochter in einen kleinen Raum hinter dem Thronsaal. Erst jetzt schaltete Luna wieder ihren Kopf ein.
Noch einmal drückte Salomé ihre Tochter fest an sich, ehe sie Luna ein wenig von sich fort schob, um sie eingehend zu betrachten. Luna sah schon die vielen Fragen, die im Kopf ihrer Mutter herum schwirrten und jeden Moment auf sie einstürzen würden.
„Kannst du nicht mit den Fragen und Vorwürfen warten, bis Papa und Astynax da sind?“, bat Luna leise. Mit einem Mal fühlte sie sich seltsam kraftlos und die Leere, welche sie in den letzten Wochen in sich gespürt hatte, wurde noch deutlicher. Sie fühlte sich so, seit Syllvren alleine losgezogen war, um nach Kendan zurück zu kehren. Hoffentlich passierte ihm unterwegs nichts. Aber als ob sie je davon erfahren würde…
Salomé und Luna mussten nicht lange warten, denn nur wenige Minuten später stürzte Kistan in den kleinen Raum. „Du bist wieder da… Und du bist am Leben!“, hörte sie ihn leise sagen, während er sie fest an sich drückte. Im nächsten Moment betrat auch schon Astynax den Raum, weitaus gefasster als Kistan, und auch er nahm den königlichen Spross in den Arm. Somit wäre die gesamte Familie versammelt, mit Salomé und Kistan Lunas Eltern und mit Astynax der Bruder Salomés, Lunas Onkel. Und kaum wurde Luna von allen herzlich begrüßt und gedrückt, begannen alle drei auf einmal auf sie einzureden.
„Was hast du dir dabei gedacht?“ – „Hast du eine Ahnung, was dir alles hätte passieren können?!“ – „Weißt du, wie viel Sorgen wir uns gemacht haben?!“ – „Dein Vater hat beinahe einen Herzinfarkt bekommen!“ – „Das ist gar nicht wahr! Ich war nur-“ – „Oh doch Liebling, du bist beinahe gestorben vor Sorge.“ – „Salomé! Du solltest mich unterstützen und nicht auf mir herumhacken!“ – „Zurück zu dir, junge Dame! Wo hast du dich eigentlich herumgetrieben?“ – „Wo zur Hölle bist du gewesen?!“
Letzteres schrien ihr alle drei gleichzeitig ins Gesicht. Unwillkürlich war Luna einige Schritte nach hinten getreten, um Abstand zwischen sich und ihrer Familie zu bekommen. Anscheinend hatte sich mittlerweile herumgesprochen, dass sie nicht entführt worden ist, sondern einfach von zu Hause ausgerissen war. Was die Laune ihrer Eltern nicht unbedingt anhob.
„Könnt ihr euch wirklich nicht denken, warum ich ausgerissen bin?“, fragte sie schließlich nur, ohne eine Antwort zu erwarten. Natürlich wussten ihre Eltern, wieso sie abgehauen war, doch sie konnten es nicht zu geben, auch nicht gutheißen. „Ich war… ein wenig überall. Ich fing mit meiner Reise in Sangea an und traf dort auf einen anderen Drow. Wir beschlossen, zusammen weiter zu reisen, unsere Wege führten uns nach Funal, in die Zwergenstadt und dann über einige Umwege gelangten wir nach Morday, wo uns auch irgendwann Marek aufspürte“, fasste sie die Reise möglichst kurz zusammen.
„Ein Drow außerhalb Kendans? Wer war es, der dich begleitet hat?“, fragte Astynax. Luna wandte sich an ihre Mutter.
„Ich denke, du schicktest ihn zusammen mit Marek und einem anderen Drow aus, um mich zu suchen. Anscheinend stieß Marek ihn bereits in Sangea aus der Gruppe und führte seine Suche alleine fort. Der Name des Drow lautet… Syllvren.“ Es fiel Luna unglaublich schwer, seinen Namen auszusprechen, ohne in Tränen auszubrechen. Sie vermisste diesen verdammten werwölfischen unehelich geborenen Drow.
Ihre Eltern und Astynax erstarrten für einen Moment, als Luna seinen Namen nannte; Salomé und Astynax wirkten geradezu schockiert, während ihr Vater eher nachdenklich wurde. Natürlich, mit Sicherheit war er ihnen bekannt. Es gab schließlich nicht viele Werwölfe unter den Kriegern der Drows. Vielleicht war Kistan sogar an seiner Ausbildung beteiligt gewesen.
„Wenn ausgerechnet er dich begleitet hat, dann ist es noch ein größeres Wunder, dass du lebend und in einem Stück wieder hier angekommen bist“, schnaubte Astynax. Ihr Herz verkrampfte sich. Wieso nur dachten alle so schlecht von ihm?
Luna spürte deutlich, wie ihr Vater mittlerweile begann ihren Hals zu mustern und mit Sicherheit auch die noch recht frische Narbe erblickte. Aber er sagte nichts, versank bloß in Schweigen.
„Die Hauptsache ist doch aber“, sagte Salomé lächelnd, „dass du wieder da bist. Dann können die Hochzeitsvorbereitungen endlich in ihre Abschlussphase gehen. Der Adel wird allmählich bereits ungeduldig.“ Augenblicklich verzogen Luna und Kistan ihre Gesichter. Die ganze Idee mit der Heirat entstammte einem merkwürdigen Geistesblitz Salomés, Astynax‘ und – wie konnte es auch anders sein – Isors. Luna und Kistan waren seither nicht von der Idee begeistert, Luna zwangszuverheiraten – vor allem nicht an Marek.
„Oh, ich bitte euch. Isor kann es nur nicht abwarten, endlich einen anständigen Zugang zum drow’schen Thron zu erhalten! Und mit Marek hätte er eine perfekte Marionette an der Seite der zukünftigen Königin!“, entfuhr es Kistan. Leicht aufgebracht stellte er sich auf Lunas Seite.
„Wie oft haben wir dieses Thema jetzt durchgekaut?“, seufzte Astynax. „Marek ist nun einmal der beste Anwärter, um später einmal an der Seite der Königin zu regieren. Er hat durch Isor politische Erfahrungen, ist intelligent, kommt aus gutem Hause…“
„...Ist ein elendes Arschloch und arroganter Mistkerl, dem ich die die Finger abschneiden werde, sollte er auch nur versuchen mich anzufassen“, zischte Luna aufgebracht. Auf keinen Fall würde sie je in ihrem langen Leben ein Kind Mareks austragen, um die königliche Linie fortzusetzen. Vielleicht sollte sich ihr Onkel doch langsam nach einer passenden Frau umsehen, die ihm ein Kind schenken würde, um vorsichtshalber die Linie zu sichern? „Wie könnt ihr mich überhaupt mit jemandem verheiraten, von dem ihr WISST, dass ich ihn verabscheue?! Wieso kann ich meinen Lebensgefährten nicht selbst erwählen?“
„Luna, Schatz, du weißt, dass das nicht immer so einfach ist, wie es klingt“, versuchte Salomé zu erklären. Unbeabsichtigt hatte sie das Lieblingsstreitthema der Familie angesprochen und die Freude über Lunas wohlbehaltene Rückkehr war verschwunden. „Wir müssen den Adel zufriedenstellen, wenn wir ihn nicht gegen uns aufbringen wollen und eine Revolte riskieren wollen. Und der Großteil des Adels verlangt einen würdigen aristokratischen Drow an deiner Seite.“
„Aber du hast doch damals auch selbst gewählt. Du hast Papa gewählt! Und jetzt versuch mir ja nicht weiß zu machen, dass diese verdammten Aristokraten das gut geheißen haben! Sie tragen dir das doch teilweise immer noch nach, dass du Papa anstatt Isors gewählt hast. Wieso darf ich das nicht auch machen…?“
„Irgendwann, Luna, wirst du sicherlich verstehen, wieso wir diese Entscheidung getroffen haben. Es ist nur zum Besten des Königreiches“, versicherte Astynax, aber weder Kistan noch Luna ließen sich davon besänftigen.
„Natürlich, zum Besten des Königreiches… Isor schafft es nicht selbst auf den Thron und jetzt schickt er seinen von ihm kontrollierbaren Sohn an die Seite der Prinzessin! Ich mag zwar nichts von der Politik des Adels verstehen, aber ich kann euch sagen, dass wir das eines Tages bereuen werden!“
Damit war das Gespräch beendet, die Stimmung war getrübt. Kistan legte einen Arm um Lunas Schulter und verließ mit ihr den Raum, machte sich auf direkten Weg auf ihr Zimmer. Während des Weges wechselten sie kein Wort miteinander, doch Luna wusste, dass ihr noch ein Gespräch mit ihm bevorstehen würde.
Mochte es in den meisten Fällen die Mutter sein, die sich am besten in ihre Tochter hineinversetzen konnte und sich wortlos mit ihr verstand, so hatten in diesem Fall Vater und Tochter diese Art von Beziehung. Luna verstand ihre Mutter durchaus – sie war eine Königin und hatte für ein ganzes Reich zu sorgen, musste dabei Entscheidungen treffen, die ihr selbst vielleicht nicht immer gefielen, da sie nebenbei auch mit einem hinterlistigen Adel zu kämpfen hatte. Doch das hatte dazu geführt, dass sich Luna seit jeher von ihrem Vater besser verstanden fühlte, als von ihrer Mutter.
Schließlich gelangten sie auf Lunas Zimmer, welches noch genauso aussah wie vor ihrem Ausriss. Widerwillig musste sie zugeben, dass es ein gutes Gefühl war, wieder zu Hause zu sein. Wenn auch ohne Syllvren…
„War er das?“, fragte ihr Vater unvermittelt, nachdem er die Tür geschlossen hatte. Er strich über Lunas Hals, fuhr die noch recht frische Narbe entlang, welche ihm als Krieger natürlich aufgefallen war.
„Es… Es war nicht seine Absicht, Papa. Du kennst die Hintergrundgeschichte dieser Narbe nicht. Vermutlich würdest du mir das nicht einmal glauben“, lachte sie.
„Ich kenne Syllvren“, sagte Kistan schließlich und begann langsam in dem Zimmer herum zu gehen. „Ein geschickter Kämpfer und begabter Magier. Er hatte es nicht leicht in der Ausbildung, die anderen Soldaten nahmen ihn aufgrund seines Hintergrundes nicht ernst und machten ihm das Leben schwer. Syllvren hat sich nie unterkriegen lassen und hart gekämpft, hat schnell gelernt und schon bald alle anderen übertroffen. Und er hat immer gegen seine werwölfischen Instinkte gekämpft.“ Nun drehte sich Kistan zu seiner Tochter um. „Ich bin mir sicher, dass es nicht ohne Grund zu einem solchen Zwischenfall gekommen ist. Er hätte sein Schutzamulett niemals freiwillig abgelegt.“ Langsam trat er wieder auf Luna zu, musterte sie von oben bis unten. Wieso nur hatte sie immer das Gefühl, dass er ihre Gedanken lesen konnte, immer wusste, was sie am meisten bedrückte? „Du hast gewählt“, stellte er dann fest und Luna brauchte einen Moment, um diesen Satz zu begreifen.
Erst langsam wurde ihr klar, dass er darauf anspielte, was sie gegenüber ihrer Mutter gesagt hatte. Wieso sie nicht selbst wählen durfte. „Ja“, sagte sie dann leise. „Ich habe gewählt. Verdammt! Warum darf ich denn nicht glücklich sein?“
Die nächsten zehn Minuten weinte sie an der Schulter ihres Vaters, bis er das Zimmer schließlich verließ und noch beiläufig erwähnte, dass sie Hausarrest habe. Als ob sie das nicht schon längst gewusst hätte.

Die nächsten zwei Tage verbrachte Luna hauptsächlich auf ihrem Zimmer. Manchmal blickten ihre Eltern und ihr Onkel vorbei, Kistan schien kein Wort über Lunas Wahl verloren zu haben. Und auch wenn Salomé in der Regel allwissend war, so schien sie die Augen davor zu verschließen, dass sich ihre Tochter möglicherweise in einen der meistverachtesten Drow verliebt hatte.
Ihre Lieblingsbeschäftigungen wurden es, auf dem Bett zu liegen, aus dem Fenstersims zu sitzen und hinaus zu starren und beinahe ununterbrochen in Gedanken zu fluchen und zu jammern und sich bei Dark zu beschweren, dass er ihr einfach kein Glück gönnte. Irgendwo war ihr bewusst, dass der Gott vermutlich keinen Einfluss auf all diese Entwicklungen hatte, denn er versuchte sich weitgehend aus den Problemen der Sterblichen heraus zu halten. In seiner Astralwelt hatte er genügend andere Probleme.
Am dritten Tag schließlich war es, dass sich Lunas Tag ein wenig anders ereignen sollte. Noch bevor Luna an diesem Tag erwachte, spürte sie, dass etwas anders war. Sie spürte eine finstere, vertraute Präsenz ganz in ihrer Nähe. Sie kannte nur eine einzige Person, die eine so finstere Ausstrahlung hatte, dass der gewöhnliche Mensch vermutlich vor Angst einfach tot umfallen würde.
Mit einer einzigen ruckartigen Bewegung saß Luna aufrecht in ihrem Bett und starrte geradewegs in ein paar schwarzer Augen, welches sie mit einer Mischung von Genervtheit und Belustigung anblickte.
„Dark! Was machst du hier?!“ Götter. Nie konnten sie sich ankündigen, sondern tauchten immer dann auf, wann es ihnen passte und wenn man sie am wenigsten erwartete und dann nervten sie oftmals auch und spielten ihre Spielchen. Ein klein wenig erinnerte sie dieses Verhalten ja an bestimmte arrogante Drows, doch diesem Gedankengang wollte Luna lieber nicht weiter folgen. Marek sollte man eindeutig nicht mit einem Gott vergleichen.
„Wirklich? Was ich hier mache? Hast du eine Ahnung, wie anstrengend es ist, tagelang dein Gejammer und Gefluche zu hören? Von wem hast du eigentlich diese ganzen Flüche gelernt?!“ Luna blickte Dark vielsagend an – einige ihrer Beleidigungen und Flüche hatte Dark ihr beigebracht, als sie noch ein Kind gewesen war. Sie besaß also einige unangenehme Begrifflichkeiten in ihrem Wortschatz, die einer alten, ausgestorbenen Sprache angehörten. „Das ist eigentlich auch egal. Viel interessanter ist ja etwas anderes“, grinste der Gott der Finsternis und machte es sich auf Lunas Bett gemütlich. „Unsere kleine Prinzessin ist also erwachsen geworden und hat sich hoffnungslos verliebt, he? Und dann auch noch in einen Drow, der gesellschaftlich gesehen nicht einmal dieselbe Luft wie du atmen dürfte. Und schon gar nicht dasselbe Bett“, grinste er immer breiter, während Luna immer röter wurde. „Die Frage ist nur… Wieso beschwerst du dich tagelang bei mir darüber, dass du kein Glück in der Liebe hast? Deine Optionen sind doch ganz klar: Du kannst wieder ausbrechen und versuchen deinen Liebsten zu finden und mit ihm auswandern. Du kannst auch einfach Marek, unseren lieben Freund, heiraten und mich auf ewig nerven. Du könntest auch Marek heimlich abstechen und dann verlangen, deinen nächsten potentiellen Gatten selbst auszuwählen. Oder du…“
„Dark, das ist ja alles schön und gut. Aber ich werde wohl kaum bis in vier Tagen einen kompletten Fluchtplan aufgestellt haben und den werde ich brauchen, falls ich noch einmal aus Kendan abhauen wollte. Ich kann auch Syllvren nicht suchen, da ich noch nicht einmal weiß, wo sich dieser Idiot gerade aufhält. Ich werde auch auf gar keinen Fall Marek heiraten und ihn erst recht nicht umbringen! Ich bin doch nicht wahnsinnig und bringe die Aristokraten gegen mich auf!“ Luna seufzte und lehnte sich nach hinten. „Alles was ich will, ist glücklich zu sein, ohne dass ich mir dieses Glück erst mühselig erkämpfen muss. Ich liebe diesen verfluchten Drow, mit all seinen Macken und auch mit seinem haarigen ‚Problem‘. Aber jetzt werde ich für ihn ‚nur noch‘ die Prinzessin sein, er wird mich nie wieder als mich selbst ansehen! Es wird völlig egal sein, was ich für ihn empfinde und was er vielleicht für mich empfindet, weil er sich seiner verfluchten Stellung in der Gesellschaft bewusst ist und sich dementsprechend verhalten wird, aber mir ist sein Rang scheiß egal! Wieso kann er das nicht begreifen? Und wieso kann meine Mutter nicht verstehen, was für ein Arsch Marek ist und welches intrigantes Arschloch sein Vater Isor ist? Was kann so gut daran sein, mich ausgerechnet mit ihm zu verheiraten?! Warum… Warum muss das alles so schwierig sein?“
„Ich habe einen Vorschlag für dich: Ich helfe dir deinen kleinen Wolf aufzutreiben und dich vor der Hochzeit in wenigen Tagen zu bewahren und du hörst erst mal auf, mich mit Stoßgebeten voll zu schwafeln, ja?“ Dark wartete gar nicht erst auf eine Antwort, sondern löste sich vor Lunas Augen in Schatten auf, bis er verschwunden war. Ein wenig verwirrt darüber, was gerade eigentlich passiert war, legte sich Luna zurück in ihre weichen Kissen und schlummerte noch einmal ein. Sie würde ja sehen, ob Dark sein Versprechen halten würde.

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 Betreff des Beitrags: Re: Königspalast
BeitragVerfasst: 2. Apr 2012, 11:42 
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Halbelfe
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Der Tag der Vermählung war weitaus schneller gekommen, als es Luna lieb gewesen wäre. Während Salomé und die meisten Mägde und Diener, sowie der Großteil des Adels in Festtagsstimmung geriet und rasch die letzten Vorbereitungen traf, wirkten Kistan und Luna, als ob sie sich am liebsten aus dem nächsten Fenster stürzen wollten. Kistan konnte es nicht ertragen, diesen schleimigen Mistkerl Marek an der Seite seiner Tochter zu wissen, vor allem mit dem Hintergrundwissen, dass sein kleines Mädchen hoffnungslos in einen anderen Mann verliebt war. Und Luna selbst hatte ähnliche Gedanken und Sorgen, dachte auch weiterhin beinahe den gesamten Tag an Syllvren und verfluchte Marek. Aber sie hatte aufgehört, Dark zu nerven, so wie sie es ihm versprochen hatte.
Und nun stand sie in ihrem Zimmer, umgeben von zahlreichen Mägden, die an ihrem Haar herum zogen, verschiedene Kleider vor sie hielten, um zu überprüfen, wie sie wohl darin aussehen würde und aufgeregt und in viel zu hohen Stimmlagen tuschelten und tratschten. Wenigstens konnten sie sich freuen… Luna seufzte. Sie hatte eigentlich immer gehofft, dass ihre Hochzeit einer der schönsten Tage ihres Lebens werden würde und eine ihrer schönsten Erinnerungen darstellen würde. Gleich neben ihrer ersten großen Liebe, ihrem ersten Mal, ihrem ersten Ausriss aus dem Palast, ihre erste Schwangerschaft, ihre erste Geburt und so weiter. Nur mit Marek als Bräutigam würde sie diese Erinnerung am liebsten sofort wieder vergessen und die letzten zwei Punkte konnte sie gleich wieder streichen, da sie nie ein Kind für ihn austragen würde.
So wünschte sich Luna nichts mehr, als dass der Tag endlich vorbei sein würde. Geduldig harrte sie aus, bis ihre Mägde sie nach endlosen Stunden fertig angekleidet hatten und sichtlich zufrieden mit dem Ergebnis waren. Luna entließ die Zofen, ohne einen Blick in den Spiegel zu werfen, und wagte erst dann einen kurzen Blick, als die Tür wieder geschlossen worden war.
„Verdammt…“, fluchte sie, als sie zugeben musste, dass die Frauen ganze Arbeit geleistet hatten. Ihr langes Haar fiel Luna in einem aufwendig geflochtenen Zopf sanft über die Schulter und verdeckte so weitgehend die von den Zofen als „hässliche und ihr wunderschönes Antlitz ruinierende“ bezeichnete Narbe. Das Kleid war in einem silbernen Ton gehalten mit vielen grünen Stickereien, lag angenehm an ihrem Körper, zeigte aber für Lunas Geschmack schon fast zu viel Haut, wenn sie daran dachte, dass sie für Marek so hergerichtet worden war. Das Kleid hatte bloß einen einzelnen, dafür aber breiten Träger. An ihrem Bauch hatte das Kleid eine kleine Lücke, sodass ein Teil ihrer Taille und ihr Nabel frei lagen und es hatte einen langen Schlitz am rechten Bein. Luna wusste, dass dies durchaus traditionelle drow’sche Kleidung war und sie gefiel ihr auch sehr gut, doch keinesfalls wollte sie so Marek und den verfluchten Aristokraten gegenübertreten. Irgendeiner alten Tradition zufolge trug Luna an diesem Tag auch keine Schuhe, was im ersten Moment etwas unangenehm war, da ihre Füße schnell kalt wurden, doch dann erinnerte sie sich an ihre Kindheit zurück, in der sie in den Slums herumgetollt war – dort hatte sie teilweise ebenfalls auf ihre Schuhe verzichtet oder sie einfach unterwegs verloren. So fremd war es also doch nicht, einmal keine Stiefel zu tragen.
Schließlich ließ sie sich seufzend auf ihrem Bett nieder, um zu warten, dass ihr Vater kam, um sie abzuholen. Lächelnd erinnerte sie sich daran, wie er ihr am Morgen sein Beileid mitgeteilt hatte zu diesem furchtbaren Tag. Wenigstens war er auf ihrer Seite…

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 Betreff des Beitrags: Re: Königspalast
BeitragVerfasst: 2. Apr 2012, 12:19 
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Dunkelelf
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Als Syllvren seine Augen wieder öffnete, befand er sich in einer kleinen Seitengasse, die ihm mehr als nur bekannt vorkam. Dark hatte ihn also tatsächlich nach Kendan befördert. Einige Zeit sammelte sich der Drow, atmete mehrere Male tief durch, um sein Inneres zu beruhigen. In seinem Kopf hallten Darks Worte wieder. Eine neue Gabe? Was er damit wohl genaues damit gemeint hatte? Wirklich anders fühlte als sonst fühlte sich Syllvren nun wirklich nicht. Gut, seine ganzen depressiven Gedanken waren gewichen und er hatte endlich ein neues Ziel. Wobei Syllvren auch wusste, was es bedeuten würde, wenn er Luna nun wirklich entführen würde. Er würde zu einem gejagten werden und wahrscheinlich würde Salomé ihn dafür erst Recht köpfen lassen. Aber aus einem ihm nicht erklärlichen Grund gefiel ihm dieser Gedanke. Der Auftrag kam immerhin von seinem Gott. Er wäre in der Lage, diesem adligen Bastard einen Sieg zu vermiesen und Luna aus seinen Fängen zu befreien. Selbst wenn er irgendwann dafür hingerichtet werden sollte, so würde es doch ein Tod werden, auf den er mit Stolz blicken konnte. Ein Grinsen legte sich auf seine Lippen, ehe er die Kapuze seines Umhanges über sein Haupt warf und sich in Bewegung setzte.
Wie erwartet erhob sich vor seinen Augen, als er die Gasse verlassen hatte, der gewaltige Königspalast. Die Schattenspitze verdeckte die Sonne, warf ihren gewaltigen Schatten direkt auf Syllvren. „Es wird dir somit kein Problem sein, zu deiner Prinzessin zu gelangen. Den Weg nach draußen wirst du selber finden müssen.“ Ehrlich gesagt hatte Syllvren keinen Schimmer, wie er überhaupt Luna finden sollte. Ob die Wachen ihm überhaupt Einlass gewähren würden, war eine andere Sache, bei der sich Syllvren noch nicht vollkommen sicher war. Die Tore des Palastes standen offen, bewacht von mindestens einem dutzend Königswachen, die zu je sechs Männern an jeder Seite des Tores standen. Einen Kampf wollte Syllvren nicht provozieren und wenn er eintreten wollte, würde er garantiert eine Einladung vorzeigen müssen. Zudem müsste die Maske ihn doch verdächtig machen.
„Zerbrech dir nicht deinen kleinen Kopf und geh einfach!“ Kurz hatte er die Anwesenheit Darks gespürt, wie ein kurzes Aufglimmen eines kleinen Feuers. Syllvren vertraute seinen Worten und ging geradewegs auf das geöffnete Tor zu. Sein Körper war angespannt, aber aus irgendeinem Grund reagierten die Wachen nicht. Sie standen einfach dort und hielten ihre Positionen. Schließlich durchschritt Syllvren das Tor, weiterhin vollkommen unbemerkt. War er unsichtbar? Hatte die Maske diese Funktion? Ihn vor den Augen anderer zu verbergen? Wenn dem so war, hatte er zumindest eine kleine Chance Luna zu erreichen.
Eilig versteckte sich Syllvren in einem leeren Raum, passte dabei auf, dass auch niemand in der Nähe war. Man mochte ihn natürlich nicht sehen, aber eine Tür, die sich von Geisterhand öffnete war doch auffällig. Jetzt musste er erst einmal Lunas Aufenthaltsort herausfinden. Er kannte nur den kleinsten Teil des Palastes, sodass ihm nicht bewusst war, wo sich das Gemach der Prinzessin befand. Viel Zeit blieb ihm vermutlich nicht, denn von außerhalb hörte er etliche eilige Schritte. Die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren, also konnte es nicht mehr lange Dauern, bis die Vermählung stattfinden würde. Syllvren setzte sich auf den Boden, schloss seine Augen und entspannte sich. Mithilfe seiner Aurasicht sollte es ihm schon möglich sein Luna zu finden. Lange Zeit flog sein Geist durch die etlichen Gänge des Schlosses, suchte nach einer ihm bekannten Aura. Schließlich, nachdem einige Minuten verstrichen waren, fand Syllvren, wonach er gesucht hatte. Nicht weit von ihm, ein Stockwerk höher gelegen, hatte er Lunas Aura ausfindig machen können. Sofort öffnete er seine Augen und stand wieder auf. Vorsichtig lauschte er an der Tür, bis er keine Schritte mehr vernehmen konnte, schlüpfte schnell aus dem Raum heraus.
Auf seinem Weg liefen ihn viele Dienerinnen entgegen und so manches Mal musste er ihnen reaktionsschnell ausweichen, wenn sie plötzlich um die Ecken Bogen und beinahe in ihn liefen. Er mochte zwar nicht zu sehen sein, aber ein Geist war er daher noch lange nicht. Schnell die Treppen hinauf, einige Gänge entlang, bis er einige Meter von der Tür entfernt stand, die er erreichen wollte. Eine Wache stand vor selbiger, schien aufzupassen, dass niemand rein oder raus konnte. Schnell sprach Syllvren einige dunkelelfische Worte aus, formte die Magie nach seinem Zweck. Ein dunkler Nebel legte sich um den Kopf der Wache und bevor sie realisieren konnte, was geschah, sackte sie schlafend in sich zusammen. Um nicht noch mehr Zeit zu verlieren, eilte Syllvren auf die Tür zu. In einer fließenden Bewegung öffnete er sie, zog die schwere Wache unter einiger Anstrengung rein und schloss die Tür sofort im Anschluss. Als er sich dann zu Luna drehte, saß selbige wie erstarrt auf ihrem Bett und blickte verwirrt auf ihn. Anscheinend war sie in der Lage ihn zu sehen. Kurz zuckte ein Grinsen über seine Lippen. Langsam ging er einige Schritte auf die Prinzessin zu, streckte ihr schließlich seine Hand aus.


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 Betreff des Beitrags: Re: Königspalast
BeitragVerfasst: 2. Apr 2012, 12:36 
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Luna benötigte einen Moment, um zu begreifen, dass das gerade Realität war. Ungläubig starrte sie auf den maskierten Mann in schwarzer Rüstung, welcher mit einer bewusstlosen Wache im Schlepptau in ihrem Zimmer aufgetaucht war. Was sollte das werden? Was wollte dieser Mann von ihr?
Skeptisch blickte Luna auf die ihr angebotene Hand. Vage erinnerte sie sich daran, wie Dark gesagt hatte, er würde sie vor der Hochzeit bewahren. Gut, anscheinend hatte er nicht gemeint, dass er die Hochzeit mitten drin unterbrechen würde und ein göttliches Veto einlegte – allem Anschein nach ließ er gerade die Braut entführen.
Kurz wägte Luna die Situation ab. Sie könnte versuchen den Eindringling gewaltsam niederzukämpfen, doch dabei würde ihr Zimmer wohl oder übel ganz schön mitgenommen werden und das wollte sie um jeden Preis vermeiden. Sie könnte die Wachen rufen, aber das war nicht ihr Stil. Luna konnte selbst auf sich aufpassen und brauchte nicht die Unterstützung der Soldaten. Die Option mit diesem Fremden mitzugehen, erschien ihr seltsam verlockend. Es störte sie schließlich nicht im Geringsten, nicht auf dieser Hochzeit zu erscheinen und Marek im Regen stehen zu lassen. Nur war es doch fraglich, ob es so vernünftig war, mit einem fremden Krieger mitzugehen. Er könnte auch sonst etwas mit ihr anstellen, wenn sie nicht aufpasste.
Wieder erinnerte sie sich an Darks Worte und vertraute einfach darauf, dass der Gott ihr nicht schaden würde. Schließlich ergriff Luna entschlossen die Hand des Fremden und ließ sich von ihm auf die Beine ziehen. Noch immer war sie ihm ein wenig skeptisch gegenüber, doch sie hatte sich entschieden. Sie würde sich ‚entführen lassen‘ und dann sehen, was dieser Fremde mit ihr vorhatte.

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BeitragVerfasst: 2. Apr 2012, 13:12 
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Den ersten Teil der Entführung hatte Syllvren gemeistert, jetzt galt es nur noch zu fliehen. Luna würde sich ihm anscheinend nicht in den Weg stellen, sodass er sich nicht vor einem plötzlichen Schock fürchten musste. Jetzt fragte sich nur wirklich, wie er denn nun fliehen sollte? Er mochte zwar nicht sichtbar für die Wachen und Dienerinnen sein, dafür aber Luna. Sicherlich würden die Wachen es nicht zulassen, dass Luna ihr Zimmer vorzeitig verlassen würde und abhaute. Den Weg durch das Haupttor konnte er also vergessen.
Syllvren ging tief in sich, entspannte sich und überlegte, wie er handeln sollte. Viele Möglichkeiten blieben ihn ja nicht wirklich und jede Art der Flucht würde dafür sorgen, dass Aufmerksamkeit erzeugt werden würde. Er musste also schnell und gezielt vorgehen. Nicht nachdenken, sich einfach von seinen Instinkten leiten lassen.
Genau in diesem Moment spürte der Drow etwas in sich glühen, pulsieren. Die animalischen Instinkte, die ihn stets zu einer Bestie gemacht hatten, wenn er auf sie zugegriffen hatte. Diesmal war aber irgendwie alles ein wenig anders. Sie griffen nicht auf ihn über, sondern schienen einfach nur nach ihm zu rufen, ihn einzuladen, sie zu benutzen. Im ersten Moment war Syllvren noch skeptisch. Diese Veränderung war ihm etwas ungeheuer, gar befremdlich. Dann aber erinnerte er sich wieder an Darks Worte. War dies die neue Gabe, die er erwähnt hatte? Die Kontrolle über seine Instinkte? Es blieb eigentlich nur eine Möglichkeit, es herauszufinden – er musste das Wagnis eingehen.
In unglaublichen Tempo begann sich sein Körper zu verändern. Das pechschwarze Fell bedeckte seinen ganzen Körper, seine Hände nahmen die Klauenform an und diesmal spürte Syllvren auch, dass sich seine Beine veränderten. Zum ersten Mal verspürte er die unglaubliche Kraft, die ihm diese Verwandlung verschaffte. Was aber noch wichtiger war: Er hatte die vollkommene Kontrolle über seinen Körper. Und obwohl sein Körper, sowie seine Muskeln, scheinbar an Größe zugenommen hatten, lag die Rüstung immer noch perfekt an seinem Körper an.
Ohne Luna zu warnen hob er sie hoch und warf sie, so sanft wie er konnte, über seine Schulter. Wahrscheinlich war es doch noch relativ unsanft, konnte er seine neugewonnenen Kräfte noch nicht vollständig einschätzen. Bevor Luna irgendetwas sagen konnte, öffnete Syllvren das Fenster und sprang mit einem gewaltigen Satz aus selbigen. Für einige Augenblicke schienen sie durch die Luft zu fliegen, ehe Syllvren schließlich auf dem Dach eines nahegelegenen Hauses landete. Die Ziegel zerbrachen unter seinen Füßen, ehe der Werwolf in einem ungewöhnlich schnellen Tempo losrannte und über die Dächer Kendans sprang. Seine Füße trugen ihn von alleine, ließ er sich doch einfach von seinen Instinkten vorantreiben. Er steuerte einen der Berge an, welche im Norden Kendans einen natürlichen Schutzwall bildeten. Um genauer zu sein ein von Holzbrettern vernageltes Tor. Noch im Laufen bündelte er Aura in seiner freien Hand und sprengte das geschlossene Tor mit einer kleinen Sphäre aus gebündelter Magie, ehe er durch die Öffnung im Berg sprang und im Dunkeln des Berges verschwand.

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 Betreff des Beitrags: Re: Königspalast
BeitragVerfasst: 7. Apr 2012, 21:36 
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Halbelfe
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Nichts konnte Luna daran hintern, sofort auf das Haupttor des Palastes zu zustürmen, als sich der Nebel um sie gelichtet hatte und sie ihr zu Hause vor sich erblickte. Kurz fragte sie sich, wo Syllvren wohl hingeschickt worden war, doch vertraute sie voll und ganz darauf, dass Dark Syllvren an einem sicheren Ort abgesetzt hatte.
Die verstärkten Wachen am Haupteingang waren sichtlich erstaunt, als sie Luna erblickten, die aus dem schwarzen Nebel auf sie zu gestürmt kam. Niemand wagte es, sich ihr in den Weg zu stellen oder ihr eine Frage zu stellen – vermutlich saß der Schock über das Attentat auch noch zu tief in ihren Gliedern und sie konnten gar nicht richtig registrieren, wer da auf sie zu kam.
Im leeren und seltsam tristen Thronsaal machte Luna kurz Halt, um zu überlegen, wo ihre Mutter sich nun vermutlich aufhielt. Aber da es wohl sehr schlecht um sie stand, würde sie in einer ihr vertrauten Umgebung sein, an der man sich auch gut um sie kümmern konnte. Kurz entschlossen schlug Luna den Weg zu ihrem elterlichen Gemach ein.
Schnell merkte sie, dass die Soldatenpräsenz in den Gängen erhöht worden war und kaum eine Magd oder Diener kreuzte Lunas Weg. Luna rannte einfach an allen Soldaten vorbei, die sie traf – sie konnte es sich nicht leisten, von einem dieser Hohlköpfe aufgehalten zu werden und Zeit zu verlieren.
Erst vor dem Schlafzimmer ihrer Eltern musste Luna anhalten. Mehrere Männer und Frauen der Königsgarde – persönlich von ihrer Mutter und ihrem Vater ausgesucht und von Kistan persönlich trainiert – waren vor der Tür positioniert und versperrten den Weg in das Zimmer.
„Lasst mich durch. Ich will meine Mutter sehen.“ Luna war ein wenig außer Atem und aufgeregt. Als sich die Wachen im ersten Moment nicht bewegten, wurde sie auch sichtlich ungeduldig und wütend, was eine Soldatin dazu veranlasste auf sie zu zutreten.
„Prinzessin Luna… Seid wirklich Ihr das? Wie…“
„Dark hat mich aufgeklärt, was passiert ist. Und verdammt noch mal, was spielt es für eine Rolle, wo ich jetzt auf einmal her komme? Lasst mich zu meiner Mutter!“
Dem Zorn einer blitzmagiebegabten Prinzessin setzten sich auch die Soldaten der Königsgarde nicht gerne aus und so traten sie zur Seite, eröffneten Luna den Weg in das Schlafgemach ihrer Eltern. Sie zögerte nicht lange, sondern schoss sofort auf die Tür zu, riss sie auf und stürmte in den Raum. Im selben Moment, in dem Luna die Tür aufstieß, fuhr jemand zu jener herum und begann zu brüllen:
„Habe ich euch nicht klar und deutlich befohlen, NIEMANDEN hereinzula- Luna?“ Es war ihr Vater, welcher sich da umgedreht hatte. Sein Gesichtsausdruck änderte sich von zornig zu ausgelaugt, ungläubig und überrascht. Luna mochte sich gar nicht vorstellen, was ihre Eltern in den letzten zwei Monaten wohl durchgemacht haben mussten, nachdem sie augenscheinlich wirklich entführt worden war.
„Oh Papa…“, sagte sie traurig und erschöpft, ging auf ihren Vater zu und nahm ihren alten Herrn in den Arm. Im ersten Moment war er ein wenig verwirrt, aber dann schlang er seine Arme um seine Tochter und drückte sie fest an sich.
Hinter Kistan stand Astynax, ebenso ausgezerrt wirkend wie Lunas Vater, und blickte ungläubig zu ihr hinüber. Die beiden Heilerinnen und die Priesterin, welche neben der bewusstlosen Salomé am Bett knieten, hatten nur kurz aufgeblickt, sich dann aber wieder ihren Aufgaben zugewandt. Das Leben der Königin war eindeutig wichtiger, als eine plötzlich wieder aufgetauchte Prinzessin.
Die Stimmung im Raum war noch bedrückter als im restlichen Palast. Jedem war Gewahr, dass Salomé jeden Moment sterben konnte, es war kaum zum Aushalten und dabei war Luna erst seit wenigen Minuten da.

Es vergingen einige Stunden, in denen niemand etwas sagte. Die Magierinnen waren damit beschäftigt, Salomés Leben zu retten, Kistan und Luna hielten sich gegenseitig fest und weinten stumme Tränen, während Astynax auf einem Stuhl zusammen gesunken war und den Kopf in den Händen vergraben hatte. Es war furchtbar für Luna, ihre Mutter so kraftlos und leblos in diesem Bett liegen zu sehen, so blass und zerbrechlich… Welches Monster hatte ihr das nur antun können?!
Es schienen Jahre vergangen zu sein, als die Magierinnen schließlich völlig erschöpft von Salomé abließen und auf Kistan zu traten. Die Herzen von Vater und Tochter setzten für einen Moment aus, sie befürchteten das Schlimmste.
„Ihrer Majestät Königin Salomés Seele hat davon abgelassen, an die Schwellen des Totenreiches zu klopfen. Ihre Majestät befindet sich auf dem Wege der Besserung. Doch sie braucht nun viel Ruhe und vor allem die Nähe ihrer ganzen Familie“, sprach die Priesterin und warf dabei Luna einen vielsagenden Blick zu. Danach verließen die drei Frauen den Raum.
„Den Göttern sei Dank“, atmete Luna erleichtert ein, ließ von ihrem Vater ab und setzte sich auf den Bettrand neben ihrer Mutter. Astynax zog seinen Stuhl an das Bett heran und Kistan setzte sich ebenfalls auf den Bettrand, strich liebevoll durch das Haar Salomés. Mit Sicherheit würde die Königin nun noch einige Zeit schlafen, ehe sie wieder zu Bewusstsein kommen würde, doch die Botschaft über den verbesserten Zustand der Königin würde sicherlich rasch seine Runden machen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Königspalast
BeitragVerfasst: 8. Apr 2012, 13:01 
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Halbelfe
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Es dauerte einen halben Tag, ehe Salomé das erste Mal erwacht war. Sie schien noch immer sehr geschwächt, erkannte jedoch ihren Liebsten, ihren Bruder und vor allem ihre Tochter. Sie konnte es kaum glauben, dass Luna wieder da war und schien das ganze schon beinahe für einen Traum zu halten.
Die Mägde mussten den gesunden Teil der königlichen Familie schließlich beinahe gewaltsam aus dem Zimmer lotsen, damit diese auch einmal ein wenig Schlaf bekamen und Nahrung zu sich nahmen. Sie versicherten der Königsfamilie, dass immer eine der königlichen Zofen an der Seite Salomés sein würde und sofort eine Nachricht losschicken würde, sollte etwas passieren.
Schließlich vergingen einige Tage, eine Woche. Luna hatte in diesem Zeitraum den Palast nicht einmal verlassen, fühlte sich jedoch nicht wie vor zwei Monaten in ihm gefangen. Wo sollte sie im Moment auch schon groß hin? Zwar hatte sie aus Gesprächen von Soldaten erfahren, dass ein „verfluchter Gaur“ wohl wieder in den Kasernen aufgetaucht war, aber Luna konnte doch nicht einfach zu Syllvren stürmen und sich bei ihm ausheulen. Das würde seinen Tod bedeuten.
Stattdessen zog Luna weite Kreise durch die zahlreichen Gänge des Palastes, hielt sich auch oftmals im Garten desselbigen auf. Ihrer Mutter ging es mittlerweile wieder besser. Als Salomé erkannt, hatte, dass Luna wirklich wieder zurückgekehrt war, hatte sie ihre Tochter fest in die Arme geschlossen und vorerst nicht mehr los gelassen. Noch hatte niemand Fragen darüber gestellt, was denn eigentlich vor zwei Monaten passiert war und wie Luna so plötzlich wieder im Palast auftauchen konnte, doch ihre Anwesenheit schien der Gesundheit ihrer Mutter gut zu tun.
Nach anderthalb Wochen schließlich entließ sich Salomé selbst aus ihrem Krankenbett. Gestützt von Kistan begab sich die Königin hinaus in den Garten, ließ sich auf einer Bank nieder und schien die frische Luft wahrlich zu genießen. Und als Luna ihre Mutter, ihren Vater und ihren Onkel so auf dieser großen Bank sitzen sah, wie sie sich kurz gegenseitig Blicke zuwarfen und dann sie selbst eingehend musterten, wusste sie, dass der große, furchtbare Tag gekommen war.
Schweigend setzte sie sich auf die Bank ihrer Familie gegenüber und legte nervös die Hände in ihren Schoß.
„Bevor irgendeiner von euch etwas fragt: Ich wurde nicht entführt. Jedenfalls nicht so, wie es den Anschein gehabt hat“, sagte sie rasch, als ihre Mutter verdächtig den Mund zu einer Frage öffnete.
„Nicht entführt? Dann waren es etwa die Hirngespinste des Volkes, die einen riesigen Werwolf erblickten, welcher vom Palast in die Berge flüchtete und dabei zahlreiche Dächer zerstörte?“, fragte Astynax skeptisch, während Kistan einen seltsamen Ausdruck im Gesicht hatte. Die Sache mit dem Werwolf schien ihn schon seit zwei Monaten sehr zu beschäftigen.
„Es waren zwar keine Hirngespinste, aber entführt hat mich dieser Werwolf jeden Falls nicht. Man kann viel eher sagen, dass er mich vor einer furchtbaren Ehe bewahrt hat, die schon alsbald schreckliche Opfer gefordert hätte.“ Eine Ehe mit Marek, welcher, wie Luna vor kurzem erfahren hatte, seit dem Anschlag auf Salomé als vermisst galt – ebenso wie sein Vater Isor.
„Wir wissen ja, dass du kein Freund dieses Arrangements gewesen bist… Aber weißt du eigentlich, was wir uns für Sorgen gemacht haben? Wir sind fast umgekommen vor Sorge, als wir zwei Monate lang nichts von dir gehört hatten, nicht wussten, wo du warst, obwohl wir so viele Soldaten losgeschickt hatten, um nach dir zu suchen!“, verkündete ihre Mutter aufgebracht.
„Ihr hättet schon noch von mir gehört“, sagte Luna nach kurzem Zögern. „Aus Taeria aus hätte ich euch sicherlich eine Nachricht zukommen lassen.“
„Aus Taeria?“ Salomé sprang aufgebracht auf, ging auf ihre Tochter zu und setzte sich neben sie, legte ihr die Hände an die Wangen. „Kind, was wolltest du in Taeria? Wieso wolltest du weglaufen?“
„Weil ich hier nicht das Leben führen darf, das ich will!“
„Und vor allem nicht mit demjenigen, mit dem du es willst“
, folgerte Kistan, was ihm einen verwirrten Blick von Asytnax und Salomé einbrachte. Lunas Blick und Schweigen sprachen wohl Bände für ihren Vater. „Oh Luna, wieso ausgerechnet er? Du weißt genauso gut wie jeder andere, dass es mit ihm nicht funktionieren wird! Du kennst seine Stellung in der Gesellschaft.“
„Ich weiß, Papa! ICH WEIß! Aber ich habe es mir doch nicht ausgesucht, mich in ihn zu verlieben, aber es ist passiert!“ Aufgewühlt zog sie die Hände ihrer Mutter von ihrem Gesicht fort. „Ich wollte fort, damit ich mit dem Mann leben kann, den ich liebe. Und unter den jetzigen Umständen wäre mir sowieso nichts anderes übrig geblieben, als aus Talath zu fliehen.“
„Was meinst du damit, Luna?“, fragte Salomé besorgt, während Kistan langsam aufstand und einen undefinierbaren Gesichtsausdruck hatte.
Luna waren mittlerweile Tränen in die Augen gestiegen. Sie wusste genau, dass es Syllvren schaden würde, wenn sie ihren Eltern von der Schwangerschaft erzählte. Aber in wenigen Monaten würde es sowieso unübersehbar sein, dass sie ein Kind erwartete. Bittend blickte Luna zu ihrem Vater, welcher im Moment die Situation wohl besser verstand als ihr Onkel oder ihre Mutter. „Er weiß es nicht, Papa“, sagte sie und atmete tief durch. „Aber ich bin schwanger“, fuhr sie fort und rang sich irgendwie ein Lächeln ab.
Ihr Vater sah sie versteinert an. Das aufgeregte Tuscheln, welches auf einmal aufkam, sagte Luna, dass Diener und Mägde alles mit angehört hatten und es nur eine Frage der Zeit sein würde, bis die ganze Oberstadt davon erfahren würde.
„Sch-Schwanger? A-Aber wer…“ Ihre Mutter und Astynax waren sichtlich geschockt.
„Syllvren“, antwortete Luna und legte ihre Arme um den Bauch.
„Der Gaur?! DER hat dich angefasst?!“ Astynax war aufgesprungen und brüllte wütend. Oh ja, jetzt würde auch in Windeseile ganz Oberstadt wissen, wer der Vater des Kindes sein würde. Und dieser wusste es noch nicht einmal selbst…
Kistan war mittlerweile gegangen, Salomé hielt ihre Tochter fassungslos im Arm, Astynax fluchte vor sich hin und Luna bangte weinend um Syllvrens Leben.

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