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 Betreff des Beitrags: Adelsviertel
BeitragVerfasst: 31. Mär 2012, 17:53 
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Halbelfe
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Das Adelsviertel war erstaunlich schnell gefunden. Luna musste nur den wenigen besser gekleideten Menschen folgen, welche alle anderen ignorierten oder herabwürdigend anblickten und eine deutlich gebildetere Wortwahl vorwiesen als ihre normalbürgerlichen Mitbürger. Schließlich stand sie vor dem Adelsviertel, welches von einer Mauer und einem im Moment geöffneten Tor vom „normalen“ Morday abgegrenzt war. In der Zwischenzeit hatte sich Luna eine Art Tarnung zugelegt und trug einen Korb mit Nahrungsmitteln bei sich, wie es einige Dienerinnen taten, die gerade vom Markt zurückkehrten. Die Wachen ließen sie wortlos passieren.

Luna nahm sich ein wenig Zeit in jenem Viertel und machte sich erst einmal einen Überblick über das alltägliche Leben. Auf der Hauptstraße des Viertels waren nach einiger Zeit nur noch wenig Diener und Mägde zu sehen, da sich deren Leben entweder auf dem Markt, im Haus oder hinter dem Haus abspielte. Stattdessen traf sie auf immer mehr Adelige, Männer und Frauen aller Altersgruppen. Manche pöbelten sie an, andere beachteten sie nicht, und einige wenige begrüßten sie sogar freundlich.

Da Luna wusste, dass sie von den Adeligen nichts erfahren würde, suchte sie nach einem Sammelpunkt von Dienern oder bevorzugt von Mägden. Mit Sicherheit würden ihr Frauen mehr anvertrauen als Männer. Tatsächlich fand sie alsbald eine Waschecke abseits der großen Straße, in der sich einige Mägde tummelten und die Wäsche ihrer Herren und Herrinnen wuschen.

„Perfekt!“, dachte sich Luna und blickte auf ihre abgenutzte Umhängetasche, in der sich unter anderem auch Syllvrens dreckige Kleidung befand. Sie hatte gehofft, dass sie auf einen solchen Ort treffen würde, um die Kleidung zu waschen.

Luna stellte den Korb an einer Hauswand ab und ging dann zielstrebig auf die Waschzuber zu, an denen die Frauen hartnäckig versuchten, jeglichen imaginären Dreck aus der Kleidung zu schrubben. Dabei holte sie Syllvrens Kleidung aus der Tasche und begrüßte mit einem zurückhaltenden Lächeln die Frauen, als diese sich teilweise zu ihr umdrehten. Es waren allesamt Menschen.

„Guten Tag“, sagte sie leise und bemerkte allmählich, dass sie wohl bereits seit einiger Zeit in einer eher unterwürfig erscheinenden Körperhaltung herumlief. „Ist dieser Zuber noch frei?“, fragte sie und deutete unsicher auf einen der wenigen freien Gefäße.

„Aber natürlich, meine Liebe“, sagte eine der Frauen freundlich. Sie hatte den Zuber neben Lunas und war bereits fortgeschrittenen Alters – jedenfalls für menschliche Verhältnisse. Sie wirkte freundlich, aber Luna bemerkte auch eine Spur Mitleid in ihrem Blick. Überrascht stellte sie fest, dass die anderen Frauen sie ähnlich anblickten.

„Vielen Dank.“ Luna stellte sich an den Zuber, atmete einmal tief durch und begann dann eifrig die dreckige und stinkende Kleidung Syllvrens zu waschen. Zum Glück waren Elfengewänder relativ pflegeleicht und dazu auch noch sehr robust – es war wirklich eine Schande, dass Syllvren diese prächtigen Kleidungsstücke einfach wegwerfen wollte. In der Kleidung hatte er beinahe wie ein adeliger Drow gewirkt, stolz und edel.
Ein wenig irritiert stellte Luna nach kurzer Zeit fest, dass alle Frauen innehielten und sie mitleidig anblickten. Was war denn mit ihnen los?

„St-Stimmt etwas nicht?“, fragte sie verwirrt und blickte mit großen Augen zwischen ihnen hin und her. Sie sah, wie sich ein jüngeres Mädchen zu einer älteren Frau beugte und leise fragte, ob es sich bei ihr um eine Halbelfe handelte. Die Frau legte ihr nur eine Hand auf die Schulter und schüttelte mit einem erstaunlich traurigen Blick den Kopf.

„Wo kommst du her, Kleines? Wir haben dich hier noch nie gesehen“, sagte schließlich die Frau neben Luna freundlich.

„Oh, ich.. Ich bin erst vor kurzem mit meinem Herrn hier angekommen. Wir haben eine lange Reise hinter uns und die Sümpfe waren nicht unbedingt zu seinem Wohlgefallen. Aber trotz all der Strapazen ist er ein gütiger Herr. Er hat mir neue Kleider besorgt, damit ich ihn nicht schlecht repräsentiere und mir nun aufgetragen, seine Kleidung zu waschen. Der Gestank der Sümpfe passt nun einmal nicht zu meinem gütigen Herren“, sagte Luna, während sie weiter an dem Oberteil herum schrubbte. Sie musste zugeben, dass sie es unterhaltsam fand, sich als naive junge Halbelfe auszugeben, aber es schien genau diese Rolle zu sein, die diese Frauen in ihr sahen.

„Ist das so…? Du armes Ding…“, seufzte die Frau und legte ihr eine Hand auf den Kopf. „So eifrig bist du und ein wahrlich wunderschönes Gesicht hast du.“ Ihr Blick wurde noch trauriger. „Ich bin Hanna. Und was ist dein Name?“

„Mein Herr nennt mich Esmeralda, wegen meiner Augen. Seit ich bei ihm bin heiße ich Esmeralda. Und auch er sagt immer wieder, wie schön ich sei. Aber ich verstehe manchmal nicht, wovon er spricht. Er sagt, ich würde einen guten Preis erzielen, weil ich so gehorsam bin und jeden Befehl befolge. Ich weiß aber nicht, was er damit meint.“ Einen Moment verharrte Luna, tat so, als ob sie angestrengt über diese Worte nachdenken würde, schüttelte dann aber lächelnd den Kopf und begann die Hose durch zu schrubben.

„Hanna, denkst du, sie wurde hier her gebracht wegen…“

„Psch, Zara, sag es nicht. Du solltest das arme Kind nicht beunruhigen. Wir können nichts tun, um ihr zu helfen…“

„Wovon sprecht Ihr, Hanna?“, fragte Luna verwirrt und blickte fragend zu der Magd auf. Anscheinend war sie hier tatsächlich an der richtigen Stelle, um einige Informationen zu erhalten. Mägde und Diener erfuhren eben doch so eine Menge, was in der Stadt vor sich ging und was ihre Herren so planten. Wohl mehr, als die guten Männer sich wohl je vorstellen könnten. „Wisst Ihr, über was mein Herr spricht?“

„Oh Kind, es ist besser, wenn du es noch nicht weißt. Du würdest doch nicht verstehen, was er mit dir vorhat.“ Doch Lunas Dackelblick schien die Magd tatsächlich weich zu kriegen und so begann sie schweren Herzens zu erklären, was auf Luna zukommen würde. „Weißt du, Kind, manche Männer – vor allem Männer mit viel Geld – nehmen manchmal an bestimmten… Veranstaltungen teil. Auf diesen Veranstaltungen werden andere Lebewesen zur Schau gestellt und… zum Verkauf angeboten.“

„Ist das wie ein Markt?“, unterbrach Luna Hanna.

„Ja, so wie ein Markt, mein Kind. Aber kein Markt, wie du ihn kennst. Dort werden alle möglichen Lebewesen angeboten, normale Tiere, aber auch Orks, Zwerge, sogar Menschen und für den prallsten Geldbeutel gibt es sogar Elfen.“

„Was genau bedeutet das?“

„Das bedeutet, dass dein Herr dich zum Verkauf anbieten wird. Er wird dich verkaufen an jemand anderen, der dann dein Herr sein wird und alles mit dir machen kann, was er will. Dir steht eine schwere Zeit bevor, meine Schöne“, sagte sie traurig.

„Man sollte dieses verdammte Gebäude einfach abfackeln“, zischte Zara. „Schon seit Jahren halten sie immer wieder diese widerwärtigen Auktionen in diesem Gebäude ab und niemand tut etwas dagegen! Weiß denn wirklich niemand, der etwas dagegen tun könnte, darüber Bescheid?“ Einige Frauen nickten zustimmend.

„Still, Zara! Wenn irgendjemand erfährt, dass wir Bescheid wissen, sind unsere Leben vorbei!“, wies Hanna sie zurecht. „Komm mal her, Kleine. Siehst du dieses Gebäude dort drüben?“ Hanna wies auf einen großen Bau, von außen prunkvoll verziert und allem Anschein nach sehr gepflegt. „Dort wird dein Herr dich heute Abend hinbringen und während die Menschen im Tanzsaal sich amüsieren, wirst du im Keller für die Auktion fertig gemacht. Sei einfach ein braves Mädchen und tu was dein neuer Herr dir befiehlt, dann wird dein Leben erträglich bleiben…“, flüsterte Hanna und strich über Lunas Kopf.

Luna spielte für den Rest des Mittags und frühen Nachmittags die naive Halbelfe, die von der Welt nur wenig verstand. Sie wusch Syllvrens Kleidung so sauber, dass man schließlich nicht mehr daran denken würde, dass sie je den Sumpf besucht hatten. Geduldig wartete sie, bis die Kleidung getrocknet war und unterhielt sich in kindlicher Manier mit den Frauen. Schließlich war die Kleidung trocken und Luna packte sie eilig in ihre Tasche, verabschiedete sich gut gelaunt von den Frauen und ließ den Korb absichtlich gut sichtbar stehen. Es war ja nicht so, dass der Verlust dieser Lebensmittel ihr sehr schmerzte – Geld hatte sie schließlich keines dafür ausgegeben, wie sich Luna leicht grinsend erinnerte. Sie bemühte sich solange in ihrer Rolle zu bleiben, bis sie die Mauern des Adels hinter sich gelassen hatte und in die Massen der Menschen eintauchen konnte, ehe sie los rannte.

Es fand tatsächlich eine Auktion statt und zwar noch an diesem Abend. Ohne Zweifel würde man eine Einladung vorweisen müssen, um hinein zu kommen, und so eine hatte sie nicht. Also würde sie sich einen anderen Weg hinein suchen müssen. Doch fest stand für Luna, dass sie dort hineingehen würde und die Erwähnung eines Tanzsaales ließ Luna dazu schließen, dass es einen Ball, ein Bankett geben würde. Vermutlich mit Verkleidungen, Masken, denn schließlich wollte man nicht erkannt werden. Sie brauchte also passende Kleidung. Und zwar schnell.

Nur wenig später war ihre Tasche in wenig schwerer, Luna um ein wunderschönes, elegantes Kleid und einer geheimnisvollen Maske reicher und ihr Geldbeutel um einiges leichter. Es war schon spät und die Zeit würde nicht reichen, um zurück in das Gasthaus zu gehen, um sich mit Syllvren auszutauschen. So beschloss Luna, sofort zu jenem Haus zurück zu kehren. Dieses Mal war sie besonders vorsichtig und suchte sich die Wege durch Seitengassen und schaffte es die Hauptstraße des Adelsviertels weitgehend zu meiden. Schließlich stand sie vor dem prunkvollen Haus, in dem die Auktion stattfinden würde. Eilig, aber vorsichtig machte sich Luna daran, einen Einstieg in das Haus zu finden und hoffte darauf, dort einen Raum zu finden, in dem sie sich umziehen konnte. Sie durfte nur nicht entdeckt werden...

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 Betreff des Beitrags: Re: Adelsviertel
BeitragVerfasst: 31. Mär 2012, 18:37 
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Dunkelelf
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Das Haus, in welchem das Bankett abgehalten wurde, befand sich im Zentrum des Adelsviertels von Morday und war kaum zu übersehen. Hell erleuchtet stand es dort und auf den Straßen konnte Syllvren schon einige maskierte Menschen entdecken, die auf es zuhielten. Das Gebäude selber war äußerst prunkvoll und schrie förmlich danach, dass es von einigen reichen Menschen bewohnt wurde. Wer würde da schon vermuten, dass eine Sklavenauktion dort stattfinden sollte? Syllvren vermutete, dass diese Auktionen keine Einzelfälle waren und es neben ihnen sicherlich noch andere krumme Ereignisse in diesem Viertel gab.
Der Eintritt in das Etablisemente stellte kein Problem dar. Dem maskierten Türsteher zeigte er einfach seine Einladung vor, ehe ihm das Portal geöffnet wurde. Ohne zu zögern trat Syllvren in die Vorhalle ein, ging strikt auf ein weiteres Portal zu, vor welchem zwei maskierte Männer in Anzügen standen. Beinahe vollkommen synchron traten sie hervor, drückten die Klinken hinab und öffneten das Portal vor Syllvrens Augen. Die Musik, welches bis eben gedämpft zu hören war, kam ihm entgegen und ein gigantischer, mit Licht durchfluteter Saal erstreckte sich vor seinen Augen. Etliche Menschen waren schon dabei zur Musik zu tanzen, unterhielten sich am Rande oder standen an einem Tisch, welcher als Snackbar zu dienen schien. Um nicht aufzufallen mischte sich Syllvren direkt unters Volk und begann sich aufmerksam umzuschauen. Aleksandar hatte gesagt, dass der Veranstalter dieses Banketts zeitlich eine Rede halten würde und anschließend die Tür, welche zu den Treppen in den Keller des Hauses führte, geöffnet werden würde. Bis zu diesem Zeitpunkt hieß es also sich unauffällig zu verhalten. Da Luna nicht hier war, müsste er also nach einer Tanzpartnerin Ausschau halten, wenn er sich nicht in ein Gespräch verwickeln lassen wollte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Adelsviertel
BeitragVerfasst: 31. Mär 2012, 19:32 
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Halbelfe
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Luna wurde immer unruhiger, je länger sie dafür benötigte, einen Einstieg zu finden. Sie hörte deutlich, wie Menschen auf der Vorderseite des Hauses eingelassen wurden, hörte ihre Stimmen bis hinter das Haus. Sie hatte die Hoffnung schon beinahe aufgegeben, als sie es doch schaffte, ein Fenster aufzuknacken. Nur anstatt wie ursprünglich gehofft direkt im Erdgeschoss einzusteigen, würde sie in den Keller steigen müssen und sich von dort einen Weg nach oben suchen müssen. Der Gedanke an den Keller gefiel ihr gar nicht, denn von Hanna wusste sie, dass sich dort die Sklaven aufhielten. Dennoch war das besser als nichts und so glitt sie leise durch das Fenster.

Luna fand sich allem Anschein nach in einem Weinkeller wieder, in welchem zahlreiche Weine gelagert wurden. Alles zum Wohlgefallen der edlen Gäste…
Die Elfe hielt sich nicht besonders lange in diesem Raum auf, hielt sich aber die ungefähre Position des Raumes im Hinterkopf, falls sie auf diesen Weg auch wieder aussteigen musste. Aber bevor sich Luna Sorgen um ihren Ausstieg machte, musste sie sich Gedanken um den Weg in den Tanzsaal machen.

Die nächsten endlosen Minuten schlich Luna zahlreiche Gänge entlang. Lange Zeit begegnete sie niemandem und hatte genügend Zeit, die Einrichtung zu bewundern. Nicht nur von außen sah das Gebäude prunkvoll und aufwendig aus, auch hier im Keller war deutlich zu erkennen, dass dieses Haus sehr wohlhabenden Menschen gehören musste. Überall, wo Lunas Blick hinfiel, entdeckte Luna wertvolle, edle Materialien, kein Körnchen Staub kreuzte ihr scharfes elfische Auge. An den Wänden hingen ab und an verschiedene Gemälde in goldenen oder aus teurem Holz bestehenden Rahmen, in einigen Gängen standen auch kleine Tische, auf denen Skulpturen oder Pflanzen standen. Hätte Luna nicht gewusst, dass sie sich in einem Keller befand, in dem eine Sklavenauktion stattfinden würde… Nie würde sie auf die Idee kommen, dass hier zwielichtige Verhandlungen ablaufen würden.
Plötzlich jedoch hörte Luna Schritte, nicht allzu weit von ihr entfernt. Panisch blickte sie sich um, doch die Person war noch nicht in ihrem Gang. Dennoch zweifelte sie nicht daran, dass die Person alsbald in diesen Flur einschwenken könnte. Als die Schritte immer lauter wurden, öffnete Luna leicht panisch die nächste Tür, trat in den Raum und schloss die Tür wieder hinter sich. Sie wollte gerade tief durchatmen, als sie die Schritte nicht mehr hörte, als ihr Gewahr wurde, wo sie sich befand.

Es mussten hunderte Augenpaare sein, die sie in diesem Moment anstarrten, voller Angst, teilweise auch Wut und Scham. Wenn man beachtete, wie viele Personen in diesem Raum eingepfercht waren, war er erstaunlich klein, geradezu winzig. Das gesamte Zimmer war gefüllt mit Sklaven aller möglichen Rassen, die hier darauf warteten, dass sie für die Auktion vorbereitet wurden.
Luna wurde schlecht, als sie ihren Blick durch den Raum schweifen ließ. Natürlich ließen ihre jetzigen „Herren“ nicht zu, dass ihre Ware in einem schlechten körperlichen Zustand war, wenn sie verkauft wurde. Dennoch konnte Luna das Elend in all ihrer Gesichter sehen – die körperliche Verfassung mochte noch gut sein, doch Luna wollte gar nicht wissen, wie es in ihnen drinnen aussah.

Das Schlimmste jedoch war, dass sie diesen Personen nicht helfen konnte. Niemandem von ihnen. Nicht den Menschen, nicht den Orks, nicht den Zwergen, nicht den Ogern, nicht den Nymphen, nicht den Elfen. Lunas Blick fiel auf eine Gruppe zu ihrer rechten, welche angsterfüllt zu ihr blickten. Sie waren Drow. Es waren ein Mann und zwei Frauen, doch das schlimmste war das Mädchen, welches stumm weinend zwischen den beiden Frauen saß.
„Es tut mir so leid“, flüsterte Luna in der modernen dunkelelfischen Sprache, sodass nur die Drow sie verstehen konnten. In ihre Blicke mischte sich Überraschung darüber, dass diese Frau ihre Sprache sprach und erst jetzt registrierten sie, dass sie dunkelelfischer Abstammung war. „Ich kann euch nicht helfen…“, schüttelte sie den Kopf. Noch nicht. Mit Tränen in den Augen entschwand Luna wieder dem Raum; sie konnte diesen Anblick nicht länger ertragen.

Wieder ging sie die Gänge entlang, ihre Schockierung wandelte sich in Wut. Diese verdammten, faulen, reichen Säcke! Am allerliebsten wäre Luna einfach nach oben gestürmt und hätte jeden auf ihrem Weg umgebracht, hätte am liebsten die Sklaven befreit und das Gebäude in Brand gesteckt, so wie Zara es vorgeschlagen hatte. Aber sie wusste, dass das alles andere als produktiv sein würde und ihr nur jede Menge Ärger einbringen würde.
Vorerst musste sie sich damit begnügen, einen Weg hinauf zu finden und dann, falls möglich, denjenigen umzubringen, der für das ganze verantwortlich war. Vielleicht würde sie es doch irgendwie schaffen, ein paar der Sklaven zu befreien, aber daran zweifelte Luna doch sehr.
Schließlich erreichte Luna eine Tür, aus der der schwache Geruch von Essen drang. Vorsichtig öffnete sie diese und erblickte eine Treppe, welche mit einer weiteren Tür von dem dahinter liegenden Raum getrennt war. Vermutlich war dort oben die Küche. Und Luna hoffte sehr, dass die Küche einen Anschluss zum Tanzsaal hatte.

Schnell zog sich Luna in einen anderen Raum – die riesige Speisekammer – zurück und zog sich eilig um. Glücklicherweise ließ sich das Kleid schnell anziehen. Mit ihrer Umhängetasche machte sie mühevoll das, was sie in der Regel mit ihren Waffen machte: sie löste sich auf in Blitze und verschwand praktisch damit in einer Art Nichts, auf das nur Luna Zugriff hatte. Dann setzte sie sich die Maske auf, welche kaum noch etwas von ihrem Gesicht erkennen ließ und machte sich auf den Weg zur Küche.

In dieser herrschte reger Betrieb, keiner der Menschen schien zu bemerken, dass die Küche geöffnet wurde. Luna beobachtete einige Minuten lang die Wege des Personals, ehe sie tief durchatmete, einen kräftezerrenden Unsichtbarkeitszauber auf sich selbst legte und sich dann so schnell und vorsichtig wie möglich auf den Weg durch die Küche machte.

Im Nachhinein fand sie es erstaunlich, dass sie mit keinem der vielen Menschen zusammengestoßen war. Aber sie hatte Glück gehabt und war mehr als erleichtert, als sie endlich an der großen Tür angekommen war und auch relativ bald einer der Angestellten diese öffnete und Luna mit ihm hindurch huschen konnte. Schnell verschwand sie hinter einer Säule und löste den Zauber auf, welchen sie nicht mehr lange hätte halten können. Gerade wollte sie entspannend durchatmend, als ihr auch schon ein Diener ein Tablett mit Getränken vor die Nase hielt.

„Eine Erfrischung für die edle Dame?“, fragte er ergeben. Luna war zu erschöpft, um darüber nachzudenken, dass man auf solchen Veranstaltungen keine Getränke annehmen sollte, und nahm dankbar das erfrischende Getränk, trank es in einem Zug aus und stellte das leere Glas wieder zurück auf das Tablett. Sie verzichtete auf ein „Danke“, sondern mischte sich unter das Volk, um nach einen Tanzpartner Ausschau zu halten. Denn alle Menschen tanzten und so würde es doch sehr auffallen, wenn eine Frau völlig unbeteiligt nur an der Seite des Geschehens stand. Außerdem kam ihn ihr ein seltsames Verlangen auf, das sie sich nicht erklären konnte. Plötzlich wusste sie nur noch, dass sie auf Beutejagd war und ihre Ansprüche hoch waren – verdammt hoch.

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 Betreff des Beitrags: Re: Adelsviertel
BeitragVerfasst: 31. Mär 2012, 19:55 
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Dunkelelf
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Bis zu diesem Zeitpunkt war der Abend zu seinem Vorteil verlaufen. Zwar hatte Syllvren noch immer keine Tanzpartnerin gefunden, dafür hatte ihn bisher nur einer der Diener angesprochen und ihm etwas zu trinken angeboten. Eigentlich hatte der Drow ja nicht vorgehabt, etwas in diesem Haus zu essen oder zu trinken, aber da er nicht noch unnötig auffallen wollte, nahm er eines der Gläser von dem Tablett und nickte dem Butler einmal zu. Nachdem dieser abgeschwirrt war und weiterhin nach Gästen suchte, trank Syllvren einige Schlücke von dem Getränk, welches er nicht definieren konnte. Er hatte nicht nie vorher etwas Vergleichbares getrunken. Eine farblose, leicht süßliche Flüssigkeit.
Seufzend leerte er das Glas schließlich aus und stellte es auf einen kleinen, runden Tisch, der am Rande des Saales stand. Dort griff er einfach zu einem neuen, aufgefüllten Glas und leerte es in einem Zug. Ein merkwürdiges Kribbeln breitete sich in seinem Körper aus, nachdem er ausgetrunken hatte, während sein Blick durch den Saal schweifte – auf der Suche nach einer potenziellen Tanzpartnerin.
Letztendlich blieb er bei einer Dame, welche ein dunkelgrünes Kleid trug. Ihr Gesicht war von einer dunkelgrauen Maske vollkommen bedeckt. Trotzdem konnte der Drow aus der Distanz sehen, dass ihre grünen Augen auf ihn gerichtet waren. Ihre Lippen formten sich zu einem Lächeln, als sich ihre Blicke auf die Distanz trafen. Syllvren wusste nicht genau warum, aber irgendwie zogen ihn diese grünen Augen mit einem Mal magisch an. Er konnte seine Augen einfach nicht mehr von ihnen abwenden. Sie besaßen etwas verführerisches, was ihm unterbewusst mehr als nur gefiel.
Beinahe vollkommen unauffällig bahnte sich Syllvren seinen Weg durch die Menge, blieb schließlich vor der hübschen Dame stehen. Er verneigte sich leicht, streckte ihr seine Hand entgegen.
„Darf ich um den nächsten Tanz bitten?“ Syllvren wusste nicht genau aus welchem Grund, aber seine Stimme klang mit einem Mal ein klein wenig tiefer als sonst. War ihm aber eigentlich vollkommen egal. Jetzt wollte er einfach nur mit dieser entzückenden Dame einen Tanz wagen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Adelsviertel
BeitragVerfasst: 31. Mär 2012, 20:39 
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Halbelfe
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Die meisten Männer empfand Luna als langweilig. Sie erhielt Tanzangebote von verschiedenen Menschen, doch keiner war ihr gut genug, sie waren zu eintönig und besaßen nicht die Ausstrahlung, nach der sie suchte. So langsam gab sie schon die Hoffnung auf, auf einen passenden Partner zu treffen, auf jemanden, der sie sofort verzauberte.
Schließlich blieb sie für einen Moment stehen und ließ ihren Blick langsam über die Menge streifen. Sie wusste nicht nach was sie suchte, sie wusste nur, dass sie etwas suchte. Und dann fand sie es, ganz unvermittelt. Ihr Blick blieb an einem Mann hängen, welcher etwas abseits an einem Tisch stand. Er war hoch gewachsen und schien gut gebaut. Doch es war nicht das Erscheinen des Mannes, welches Luna so fesselte, denn unter dem Gewand und der Maske konnte man kaum etwas von dem Körper erkennen. Er hatte eine Ausstrahlung, die Luna sofort fesselte, sie in ihren Bann zog. Er war es, den Luna gesucht hatte. Sie wollte ihn und keinen anderen.
Luna begann einen Bogen um den Mann zu ziehen. Keinesfalls würde sie auf ihn zugehen, doch hoffte sie, dass sie früher oder später seine Aufmerksamkeit erregen würden. Und tatsächlich – er blickte auf, ihre Blicke trafen sich. Luna lächelte ihn an, um ihn aufzumuntern zu ihr zu kommen. Und tatsächlich – jetzt stand er vor ihr und bat sie um den Tanz, den sie den ganzen Abend gesucht hatte. Entfernt kam ihr seine Stimme bekannt vor, doch Luna konnte und wollte sich nicht darauf konzentrieren.
„Sehr gerne“, sagte sie lächelnd und nahm seine Hand. Er führte sie auf die Tanzfläche, legte eine Hand an ihre Hüfte und sie begannen zu tanzen.
Und wie sie tanzten. Dieser Mann war ein fantastischer Tänzer, es fühlte sich an, als würden sie fliegen. Es war befreiend, erleichternd, sämtliche Anspannung fiel von Luna ab und sie gab sich vollständig dem Mann hin. Viel zu früh endete das Lied, auf welches sie getanzt hatten, und sie kamen zum Stehen. Luna blickte zu dem Mann auf, in dessen wunderbaren, unergründlichen eisblaue Augen. Ein glückliches Lächeln lag auf ihren Lippen.
Weshalb Luna eigentlich an diesen Ort gekommen war, hatte sie schon völlig vergessen. In diesem Moment wusste sie nur eines: Sie wollte ihn, diesen einen Mann. Er fesselte sie, indem er sie nur anblickte und wirkte unsagbar vertraut und doch fremd.
Kurz fiel ihr Blick hinter den Mann, auf eine der Treppen, die in das nächste Stockwerk führten. Sie erblickte einige Männer in Begleitung von Frauen, die sich jeweils in eines der Zimmer zurück zogen, die im oberen Geschoss lagen.
In diesem Moment wusste Luna, was sie wollte. Sie winkte den Mann zu sich herunter, lächelte ihn verführerisch an. „Wie wäre es mit ein wenig mehr… Privatsphäre?“, hauchte sie ihm ins Ohr und zog ihn beinahe zeitgleich bereits in Richtung der Treppe. Sie bemerkte, wie er sie angrinste – er war also ebenfalls nicht abgeneigt.
An den Weg zu dem Zimmer konnte sich Luna später nicht mehr erinnern. Aber plötzlich standen sie vor einer der Türen und küssten sich leidenschaftlich. Noch während des Kusses drückte Luna die Tür auf und zog den Mann mit sich in das leere Zimmer, dessen Tür er irgendwie abschloss, ohne von ihr abzulassen.
Mit einem Mal empfand Luna die Masken als unsagbar störend. Irgendwo in ihrem Kopf meldete sich eine Stimme, die wissen wollte, mit wem sie hier herumknutschte, mit wem sie auf ein Zimmer gegangen war um weiß Dark was zu tun. Also begann Luna dem Mann die Maske abzunehmen und noch währenddessen meldete sich das Stimmchen erneut und sagte ihr, dass sie diese eisblauen Augen doch verdammt gut kannte. Schließlich hatte sie sein Gesicht von der Maske befreit und ließ diese zu Boden fallen. Luna konnte nicht sagen, ob sie überrascht, erschrocken oder irgendwie sogar erleichtert und erfreut war, als sie erkannte, wen sie vor sich hatte. Es war niemand anderes als Syllvren, welcher sich nun ebenfalls daran machte, ihr die Maske abzunehmen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Adelsviertel
BeitragVerfasst: 31. Mär 2012, 21:01 
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Dunkelelf
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Seine Gedanken waren vernebelt, seine Instinkte waren aus ihrem Schlaf erwacht. Nein, nicht die Instinkte eines Werwolfes, eher die, die jedes männliche Wesen in sich trug. Ein unglaubliches Verlangen brannte tief in seinem Inneren, verzehrte ihn vollkommen. Syllvren ließ sich einfach steuern von dem, was seine innere Stimme verlangte. Es war unglaublich, dass diese Frau mit ihm anstellte. Er wusste nicht wie sie dies anstellte, aber es war ihm auch egal. Wie so vieles andere auch. So ließ er es auch zu, dass sie seine Maske von seinem Gesicht nahm. Denn wenn er ehrlich war, so wollte er doch genau das Gleiche machen. Er nahm ein wenig Abstand zum Gesicht der fremden Dame, griff vorsichtig nach der Maske und entfernte sie von ihrem Gesicht. Für einen Moment setzte sein Herz aus, ein eiskalter Schauer führ seinen Körper entlang. Er starrte förmlich in das Gesicht, welches vor ihm erschien. Jetzt wurde ihm mit einem Mal so glasklar, woher er diese so anziehenden Augen kannte. Sie gehören Luna. Und genau diese Halbelfe stand vor ihm.
Normalerweise wäre Syllvren wahrscheinlich erschrocken zurückgewichen oder gar erstarrt. So wie am gestrigen Tag in ihrem gemeinsamen Zimmer. Aber jetzt war irgendwie alles anders. Sie waren nicht dieselben wie gestern. Zwei fremde Personen, die sich doch nicht so fremd waren, wie sie wohl anfangs gedacht hatten.
Tief zog Syllvren die Luft zwischen seinen Zähnen, berührte ihre Wange zart mit seiner Hand, strich durch ihr Haar, einfach nur um sicherzugehen, dass er nicht am träumen war. Aber der Geschmack, der wieder auf seinen Lippen lag, war einfach unverwechselbar. Und er wollte mehr davon. Entschlossen und selbstbewusst drehte er Luna zur Tür, drückte sie etwas grob gegen selbige und näherte sich grinsend ihrem Gesicht. Heute wollte er das erste Mal seit langer Zeit jegliche Regeln vergessen, an welche er sich stets gehalten hatte. Die Selbstbeherrschung wurde achtlos fallengelassen.
„Ein angenehmer Zufall…“, hauchte der Drow gegen ihre Lippen, blickte ihr noch einige Augenblicke tief in die Augen, die ihn so sehr faszinierten, ehe er den letzten, kleinen Abstand zu ihren Lippen überwandte und sie erneut leidenschaftlich küsste. Ihr Geschmack raubte ihm die Sinne und ihm wurde klar: Er wollte diesen Moment vollkommen auskosten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Adelsviertel
BeitragVerfasst: 31. Mär 2012, 21:30 
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Halbelfe
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Und das Stimmchen hatte recht gehabt. Sie kannte diese eisblauen Augen nur zu gut. So langsam wurde Luna klar, weshalb ausgerechnet er es gewesen war, der sie so gefesselt hatte, obwohl sie ihn nicht erkannt hatte. Hatte sie seine Ausstrahlung nicht schon fasziniert, als sie ihn das erste Mal getroffen hatte? Und hatte sich nicht in den letzten Tagen deutlich gezeigt, dass sie sich von ihm angezogen fühlte? Sie hatte ihn als Tanzpartner erwählt, weil es keinen anderen Mann gab, der für sie interessant war, der ihr wichtig war. Er war der einzige, den sie wollte.
Nur zu gerne gab sie sich dem atemraubenden Kuss hin. Sie legte eine Hand in seinen Nacken und die andere in sein Haar, um ihn noch mehr an sich zu drücken. Dann, viel zu schnell, ließ Syllvren von ihren Lippen ab und küsste ihre Wange, dann ihren Hals und wanderte langsam immer tiefer. Luna legte ihren Kopf nach hinten und lehnte ihn gegen die Wand, ihr Atem ging schnell. Unvermittelt ließ Syllvren von ihr ab, als er ihr Dekolleté erreicht hatte, und blickte ihr wieder tief in die Augen. Er legte eine Hand auf ihre Wange und Luna schmiegte sich an diese.
Langsam legte sie ihre Hände an seine Wangen, fuhr mit den Daumen seine Wangenknochen nach und dann die Umrisse seiner Lippen. Luna spürte, dass er wieder nach vorne stürzen wollte, um sie in einen Kuss zu verwickeln, doch sie legte noch in seiner Bewegung grinsend einen Finger auf seine Lippen, drückte ihn sanft von sich fort.
„Ein wirklich sehr angenehmer Zufall“, hauchte sie, küsste ihn kurz und wandte sich dann von ihm ab, ließ den Blick durch den Raum schweifen. Sie wusste nicht, weshalb sie das tat, wollte ihr Körper doch eigentlich nichts lieber, als sich diesem Mann wieder vollständig hinzugeben. Dennoch beschloss sie, ihrem Kopf einem Moment nachzugeben, denn dieser hatte sie bisher meist vor einer übereilten Dummheit bewahrt.
Der Raum war eher klein, aber sehr gemütlich eingerichtet, perfekt gemacht als kleines Liebesnest. Gegenüber der Tür stand ein breites Sofa, daneben ein Tisch gedeckt mit allerlei Süßigkeiten und Früchten – falls man sich gegenseitig füttern wollte? Das Herzstück des Zimmers war wohl das große, einladende Bett, in welches sich die Pärchen zurückziehen konnten. Ob sie mit Syllvren ebenfalls dort landen würde? Kurz drehte sie sich zu Syllvren um, welcher bereits hinter sie getreten war. Kurz musterte sie ihn, blickte dann wieder in seine wunderschönen Augen. Dann lächelte sie. Auf jeden Fall hätte sie nichts dagegen, wenn er es sein würde, der sie als erstes nehmen würde.

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 Betreff des Beitrags: Re: Adelsviertel
BeitragVerfasst: 31. Mär 2012, 22:01 
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Dunkelelf
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Nachdem Syllvren über lange Zeit wieder in ihren Augen versunken war und sie anschließend einen langen und intensiven Kuss geteilt hatten, schlich sich ein schelmisches Grinsen auf seine Lippen. Seine Hände legte er auf ihre Augen und flüsterte ein leises „Vertrau mir…“ in ihr Ohr. Langsam führte er sie zu dem Sofa, sorgte dafür, dass sie auf selbigen Platz nahm. Er nahm seine Hände von ihren Augen und stellte sicher, dass sie nicht schielte, was er nun machen wollte.
„Halt schön deine Augen geschlossen und lehn dich zurück…“ Erneut widmete er sich ihrem Hals, hauchte etliche kleine Schmetterlingsküsse an selbigen. Seine Hand griff währenddessen jedoch zur Schale neben dem Sofa und griff nach einer kleinen, unscheinbaren Frucht, welche am Rand lag. Als er ihren Hals dann in seinen Augen lang genug geliebkost hatte, beugte er sich wieder vorsichtig über sie und hauchte sanft mehrere Male gegen ihre wundervollen Lippen.
„Öffne deinen Mund…“ Luna gehorchte und Syllvren nahm die Frucht zwischen seine Lippen, um einen Augenblick später sich nach vorne zu lehnen und sie auch zwischen ihre Lippen zu schieben. Ihre Lippen berührten sich und Syllvren übergab Luna auf diesem Wege die Frucht in ihren Mund. Zufrieden beobachtete er sie, wie Luna sie genüsslich aß und schließlich runterschluckte. Sie öffnete daraufhin nur die Augen, ein keckes Grinsen auf ihren Lippen, ehe sie ihre Hände in seinen Nacken legte und seine Lippen zu sich zog. Während dieses leidenschaftlichen Zungenkusses wechselte sie die Seiten, sodass Syllren nun unter ihr auf dem Sofa saß. Breit grinsend saß sie breitbeinig auf seinem Schoss und legte ihren Finger auf seine Lippen.
„Jetzt schließt du deine Augen…“ Dem Drow gefiel es, dass Luna jetzt die Initiative übernahm und schloss daher auf ihre Aufforderung selber die Augen. Er wartete, die Lippen bereits ein wenig geöffnet, bis schließlich ihre Lippen seine berührten und sein Mund etwas in Empfang nahm. Genüsslich kaute Syllvren auf dem saftigen Fruchtstück, welches Luna in seinen Mund geschoben hatte. Es war wirklich äußerst saftig, schmeckte sehr süß und hinterließ einen leichten sauren Nachgeschmack. Syllvren lehnte seinen Kopf nach hinten und genoss den Geschmack noch einige Zeit, während er seine Augen öffnete und direkt in Lunas Gesicht schaute, welches über seinem eigenen Gesicht lehnte. Seine Augen suchten ihre Augen und erneut ließ sich der Drow von ihnen gefangen nehmen und in ihren Bann ziehen. Sein Herzschlag wurde langsam lauter, begann in seinem Kopf zu dröhnen. Sein ganzer Körper schien von einem Moment zum nächsten lichterloh zu brennen. Das Feuer in seinem Inneren breitete sich rasch in seinem gesamten Körper aus und verursachte ein eigenartiges Kribbeln unter der Haut. Für einige Augenblicke verschwamm sein Blick, wurde daraufhin aber sofort wieder glasklar. Und ohne auch nur noch eine Sekunde weiter zu warten, drückte er Luna zu sich runter und küsste sie mit einer solchen Leidenschaft, die er von sich selber nicht kannte. Sein Kopf war gefüllt mit nur einem einzigen Gedanken: Er wollte Luna haben – Jetzt und sofort!


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 Betreff des Beitrags: Re: Adelsviertel
BeitragVerfasst: 31. Mär 2012, 22:25 
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Halbelfe
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Als Syllvren sie unerwartet zu sich herunter zog und sie feurig küsste, blieb Luna für einen Moment die Luft weg, sie war überrascht. Von einer Sekunde auf die andere hatte sich etwas an ihm verändert – und ihr gefiel das. Deutlich konnte Luna spüren, wie er sie zu sich zog und gleichzeitig sich selbst an sie drückte. Für Luna ein sehr deutliches Zeichen dafür, was er wollte. Gerade eben noch war Luna zu dem Schluss gekommen, dass er der erste – und, wie sie hinzufügen musste, im Idealfall auch der einzige Mann – sein sollte, der sie je nehmen sollte. Nun stand sie aber vor der Frage, ob sie wirklich bereit war es jetzt zu tun. Ein Stimmchen, das sagte, dass sie etwas Wichtigeres zu tun hatte, ging klanglos unter, hatte keine Chance gegen Syllvrens Gegenwart anzukommen.
Dennoch brauchte Luna ein wenig Raum zum Denken, selbst wenn sie nur eine kurze Zeit hätte. Energisch drückte sie Syllvren auf das Sofa und wandte sich aus seinem festen Griff. Ebenso schnell, wie Luna aufgestanden war und etwas Raum zwischen sich und das Sofa geschaffen hatte, war Syllvren aufgesprungen und kam auf sie zu. Er hielt erst an, als sie ihm die Hand auf die Brust legte, um Abstand zu bewahren.
Syllvren betrachtete ihre Hand kritisch, schien sie als lästiges Hindernis anzusehen. Er wollte sie gerade einfach wegnehmen, als Luna ihn nach hinten stieß, von sich fort. Irgendwie fragte sie sich ja, was passiert war, was für diesen Wandel verantwortlich war. Ob etwas in der Frucht gewesen war? Aber das war nun auch egal, denn die wichtigere Frage war: Ja oder Nein?
Eingehend blickte Luna zu Syllvren, welcher wieder auf sie zu schritt. Dieses Mal langsam, etwas verunsichert. Für einen kurzen Moment schloss Luna die Augen, ging tief in sich. Hatte sie ihn nicht schon lange gewollt? War sie nicht damals eifersüchtig auf Feritas gewesen, weil sie sich zwischen sie und Syllvren gestellt hatte? Hatte sich nicht gezeigt, dass sie ihn wollte, als sie ihn im Wald überrumpelt hatte, nachdem die Blume ihre tiefsten Sehnsüchte und Probleme hervorgebracht hatte? Hatte sie ihn nicht schon gewollt, als sie sich das gemeinsame Bett im Gasthaus geteilt hatten?
Als Luna die Augen wieder öffnete, stand Syllvren genau vor ihr, sein Atem strich über ihr Gesicht. „Ich will dich…“, hauchte er sehnsüchtig, die selbe Sehnsucht lag in seinen Augen. Seinen wunderbaren Augen…
Luna traf eine Entscheidung. Sie griff nach hinten und öffnete langsam die Schnüre, welche das Kleid so eng an ihren Körper schmiegten. Kaum waren sie gelockert, glitt das Kleid lautlos zu Boden und enthüllten Lunas nur noch von Unterwäsche bedeckten Körper.
„Dann nimm mich…“, hauchte sie und bemerkte dasselbe Verlangen in ihrer Stimme. Ein Grinsen bildete sich auf Syllvrens Gesicht, in seinen Augen blitzte etwas auf. Mit wenigen Handgriffen entledigte er Luna ihrer Kleidung und gemeinsam befreiten sie ihn von seiner lästigen Kleidung.
Als sie dann völlig nackt voreinander standen und sichtlich zufrieden mit dem waren, was sie sahen, küsste Syllvren Luna leidenschaftlich, hob sie hoch und trug sie zum Bett. Dort geschah es dann, dass sie sich vollständig einander hingaben…

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 Betreff des Beitrags: Re: Adelsviertel
BeitragVerfasst: 1. Apr 2012, 11:56 
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Dunkelelf
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Sichtlich erschöpft lag der Drow schließlich unter Luna, welche es sich auf ihm bequem gemacht hatte und ihren Kopf gegen seine Brust gekuschelt hatte. Syllvren wusste nicht, wie lange sie sich nun in diesem Bett geliebt hatten, aber eine Sache war ihm vollkommen klar: Er fühlte sich vollkommen glücklich. Irgendwie war diese Mischung aus Erschöpfung und Glück, begleitet von Lunas regelmäßigen Atemzügen, die er an seiner Brust spürte, sehr einschläfernd, sodass er langsam abdriftete und eindöste.
Irgendwann spürte er plötzlich Lippen auf den seinigen. Etwas neben der Spur öffnete er kurz sein rechtes Auge, erspähte die Halbelfe über seinem Gesicht. Also schloss er einfach wieder sein Auge und ging auf den Kuss auf, welcher direkt darauf aber wieder gelöst wurde.
„Syllvren, wir müssen weg.“ Etwas verwirrt öffnete der Drow seine Augen, als Luna von seinem Körper gekrabbelt war. Dann landete etwas auf seinem Gesicht und nahm ihm die Sicht.
„Was ist denn auf einmal los?“ Der Drow nahm den Stoff, welcher sich als Hose darstellte, von seinem Gesicht und schaute zu Luna, welche gerade ihre Alltagskleidung wieder anzog.
„Beeil dich einfach und zieh dich an! Wir bekommen gleich Gesellschaft.“ Ohne weiter etwas zu hinterfragen zog sich Syllvren sichtlich verwirrt wieder an. Erst jetzt hörte er deutlich das Klackern, welches vom Türschloss ausging. Jemand versuchte das Schloss aufzuknacken!
Verärgert brummte der Drow. Wer es auch immer wagte, durch diese Tür einzutreten, würde direkt zu Dark geschickt werden. So einfach einen wundervollen Augenblick vernichten… Da verstand Syllvren keinen Spaß mehr.
Luna, welche bereits kampfbereit vor der Tür stand und ihr Schwert in den Händen hielt, hielt Syllvren seinen Arm vor den Torso und drückte sie ein wenig zurück. Seine eisblauen Augen glühten wieder – dasselbe Glühen, welches er stets hatte, wenn seine wölfischen Instinkte zum Vorschein kamen. Diesmal war aber alles anders. Er hatte seine Instinkte vollständig im Griff, nutzte sie bewusst als ein Teil von ihm.
„Tritt zurück, Luna. Ich werde mich darum kümmern…“ Seine Stimme war ungewöhnlich tief, seine Schneidezähne waren länger und animalischer geworden und seine Arme nahmen langsam ihre bestialische Gestalt an. Das schwarze Fell, die Klauen, alles passiert, weil er es wollte. Ein letztes Mal klickte das Schloss, ehe die Türklinke runtergedrückt wurde und die Tür aufsprang. Syllvrens Augen registrierten vier Männer mit langen Schwertern, welche dort standen. Ohne lange zu warten preschte der Drow vor und rammte seine Klaue durch den Torso des ersten Mannes. Das Kettenhemd, welches ihn vor Pfeilen und solchen Angriffen hätte schützen sollen, wurde einfach durchtrennt. Syllvren bewegte sich schneller, als die Männer hätten reagieren können. Kaum war seine Klaue wieder aus dem Körper befreit, brach er das Genick des zweiten Mannes. Die restlichen zwei Kerle erledigte Syllvren auf eine ähnliche Weise.


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 Betreff des Beitrags: Re: Adelsviertel
BeitragVerfasst: 1. Apr 2012, 12:57 
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Halbelfe
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Vage erinnerte sich Luna daran zurück, wie erstarrt und verängstigt sie das erste Mal gewesen war, als sie Syllvrens werwölfische Seite im Kampf erblickt hatte. Nun stellte sie fest, dass sie keine Angst mehr hatte und nicht mehr geschockt war von der Blutrünstigkeit seiner Angriffe. Solange Syllvren seine Angriffe nicht gegen sie wendete, brauchte Luna keine Angst haben, und mittlerweile vertraute sie ihm so sehr, dass nicht einmal der Anblick, wie er seine Feinde kaltblütig umbrachte, sie zusammen zucken und an Syllvren zweifeln ließen.
Kaum war der letzte Mann zu Boden gegangen, sprang Luna über die Leichen hinweg in den Flur vor dem Zimmer, um sich hektisch umzublicken. Vorerst konnte sie keine weiteren Söldner entdecken, doch diese vier waren garantiert nicht die einzigen in diesem Haus, die es auf sie und Syllvren abgesehen hatten.
Wir müssen schleunigst hier weg… Komm!“, rief sie Syllvren zu und stürzte den Gang hinunter in Richtung der Treppen. Hinter sich konnte sie hören, wie Türen weit am Ende des Ganges geöffnet wurden, begleitet von dem Geräusch schwerer Rüstungen. Aber Luna hatte keine Zeit, sich umzublicken.
Schnell kamen sie auf dem Balkon des ersten Stockes an, welcher mit zwei Treppen mit dem Tanzsaal verbunden war. Noch immer befanden sich viele Menschen dort unten, schienen nicht zu bemerken was hier oben vor sich ging. Sie waren ja auch nicht das Ziel dieser Söldner. Ohne lange nachzudenken schlug Luna den Weg zur linken Treppe ein; sie lag näher an der Küche und von der Küche aus kannte sie einen Weg, wie sie am besten hier heraus kamen. Natürlich könnten sie auch versuchen, durch den Haupteingang heraus zustürmen, doch ein Gefühl sagte Luna, dass sie dort nicht ohne weiteres würden passieren können.
Luna und Syllvren hatten gerade die Hälfte der Treppe zurück gelegt, als Lunas Blick auf eine zuvor geschlossene, gigantische Tür direkt unter dem Balkon fiel. Sie wurde schwer bewacht, einige Menschen standen in einer Schlange davor und wurden überprüft, ob sie auch eintreten durften. Ob der Gang dort hinter zur Auktion führte? Mit einem Schlag wurde ihr wieder klar, weshalb sie eigentlich hier war – wegen der Sklavenauktion!
Aber Luna blieb keine Zeit, um weiter darüber nachzudenken, dass sie Zeit „verschwendet“ hatte, denn kaum hatten sie den Fuß der Treppe erreicht, schwang die Eingangstür auf und mehrere schwerbewaffnete Männer betraten den Tanzsaal. Die Menschen wurden ein wenig unruhig und wichen zurück, bildeten aber auch einen guten Sichtschild, sodass Luna und Syllvren ein klein wenig mehr Zeit hatten.
So schnell sie konnten sprinteten sie auf die Küche zu, rissen die Tür auf und stürmten in geschäftige Treiben des Küchenpersonals. „Dort sind sie! Schnappt sie euch!“, hörte Luna einen der Söldner brüllen. Sie nahm keine Rücksicht auf das Personal oder das Essen, sprang auf die Tische und Theken, um ihren Weg abzukürzen und sich nicht weiter von den Menschen behindern zu lassen. Kurz vor Syllvren erreichte sie die Tür in den Keller, riss sie auf und rannte sie mit großen Schritten hinab.
Sie konnten die Söldner aus der Küche fluchen hören, weil die Menschen ihnen zu langsam Platz machen – dann hörten sie Schreie des Personals und Luna wollte sich lieber gar nicht erst vorstellen, was dort oben gerade ablief.
Luna tat ihr Bestes, um den Weg zurück in den Weinkeller zu finden, aber alle Gänge wirkten gleich und es gab kaum Anhaltspunkte, wo sie sich befanden. Manchmal glaubte sie, sich an die Dekorationen zu erinnern, aber sicher war sie sich nie. Dennoch hielten sie und Syllvren nicht einmal an, um sich zu orientieren.
Es kam ihnen endlos lang vor, wie sie da durch die Gänge rannten, die scheppernden Rüstungen ihrer Verfolger hallten durch die Gänge, sodass sie sich irgendwann nicht mehr sicher waren, wie nah oder fern sie ihnen waren.
Erst nach einer Ewigkeit glaube Luna einen Gang wieder zu erkennen und blieb abrupt vor einer Tür stehen. „Was tust du da? Wir müssen weiter!“, herrschte Syllvren sie an. Doch Luna biss sich bloß auf die Lippe und riss dann die Tür auf, welche sie zu erkennen glaubte. Wenn sie sich nicht irrte, dann befanden sich dahinter die Sklaven.
Natürlich wusste Luna, dass die Zeit ganz klar gegen sie spielte, vielleicht waren die Sklaven auch gar nicht mehr in diesem Raum und sie verschwendete gerade wertvolle Zeit. Doch sie musste es wenigstens überprüfen!
Rasch blickte sich Luna in dem Raum um, während Syllvren verständnislos auf sie einredete. Das Zimmer war weitgehend leer, es waren kaum noch Personen darin. Genau genommen waren die vier Drow und ein Soldat, welcher gerade dabei war, sie in die Richtung einer Tür auf der anderen Seite des Raumes zu scheuchen, die einzigen Personen. Luna zögerte nicht, sondern stieß dem Menschen ihre Klinge in den Rücken, solange er sie noch nicht bemerkt hatte. Erschrocken blieben die Drow stehen und Luna nutzte ihre Starre, um eilig die Fesseln durchzuschneiden.
Kommt, wir müssen hier raus!“, sagte sie ihnen, nahm das kleine Mädchen an der Hand und zog sie mit sich auf den Flur. Die anderen Drow folgten ihr nach kurzem Zögern. Syllvren schüttelte fassungslos den Kopf, als er sah, wenn Luna mit sich brachte, aber er sagte nichts mehr. Die Elfe war sich sicher, dass sie von hier aus den Weg in den Weinkeller ohne weiteres finden würde und so rannte sie zielstrebig los, das Mädchen an der Hand, die befreiten Drow hinter sich und Syllvren bildete das Schlusslicht.
Schneller als sie dachten hatten sie den Weinkeller erreicht und standen vor dem noch immer geöffneten Fenster, aus welchem Luna nun heraus kletterte und ihnen nach und nach heraus half. Gerade hatte Syllvren als Letzter den Ausstieg geschafft, als die Söldner in den Raum brachen und achtlos die Regale umwarfen. Keiner der Drow zögerte lange und nahm die Beine in die Hand, um schnellstmöglich das gefährliche Viertel hinter sich zu lassen. Sie spürten ihre Verfolger die gesamte Zeit über dicht hinter sich, doch nicht einmal konnten sie sie erblickten. Schneller als erwartet erreichten sie den Ausgang des Viertels und stürmten einfach an den verwirrten Wachen vorbei in das Bürgerviertel der Stadt, suchten sich unter Lunas und Syllvrens Führung unbewusst einen Weg zum Gasthaus. Dort hielten sie kurz an, Syllvren ging los, um die zurückgelassene Verpflegung zu holen. Kaum war er wieder zu ihnen gestoßen, bogen einige Söldner in die Straße ein und die Drow stürmten weiter in Richtung des Haupttores. Auf dem letzten Stück musste Luna das Mädchen tragen, da sie mit der Schnelligkeit der Erwachsenen nicht mitkam und ihr die Luft wegblieb. Dann hatten sie Morday hinter sich gelassen, hörten die Söldner hinter sich brüllen, und rannten immer weiter in die Wildnis, immer weiter von den Mauern der trügerischen Stadt weg, bis sie einen Ort fanden, an dem sie es wagten zu rasten. Jeder von ihnen betete inständig, dass die Söldner die Verfolgung abbrechen würden – denn noch eine solche Hetzjagd würden sie vermutlich nicht aushalten können.

---> Die Wälder

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