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 Betreff des Beitrags: Vor den Toren der Stadt
BeitragVerfasst: 21. Feb 2011, 22:22 
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Dunkelelf
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Es war Abend geworden, als die kleine Gruppe die Tore der Stadt erreicht hatten. Sein Pferd Schattenblitz schien anfangs noch damit Probleme zu haben, von Syllvren geritten zu werden. Schattenrösser hatten von jeher einen starken Willen und wurden nur von den stärksten Drows geritten. Dies war auch der Grund dafür, dass es noch in Kendan versucht hatte, den Drow von seinem Rücken abzuwerfen. Aber diese Probleme waren schnell gelöst, da Schattenblitz spätestens außerhalb von Kendan seinen Stolz scheinbar vergessen hatte und wie ein wilder Wirbelwind losritt, so schnell, dass seine Brüder nicht mit ihm mithalten konnten. Jetzt waren sie aber vor den Toren von Sangea, würden ihre Suche hier anfangen – So dachte er jedenfalls. Syllvren blickte hinter sich, sah die zwei Dunkelelfen im hohen Tempo aus ihn zureiten. Ohne sich etwas zu denken, ließ er die Zügel aus seinen Händen gleiten und umfasste seinen Helm, den er für sein Befinden zulange getragen hatte. Als er also seinen Helm absetzen wollte, bäumte sich Schattenblitz auf und warf Syllvren von seinem Rücken. Der Drow landete mit seinem Rücken auf dem harten Boden, verlor seinen Helm beim Aufprall aus seinen Händen. Instinktiv rollte sich der Drow zu Seite, damit Schattenblitz nicht mit seinen mächtigen Hufen auf ihn trampeln konnte. Zufrieden wieherte Schattenblitz, schritt mit erhobenem Haupte an Syllvren vorbei, welcher sich mit einem schmerzenden Rücken wieder aufrichtete.
„Da hat Schattenblitz dir wohl gezeigt, dass du nicht würdig für ihn bist.“
Die zwei Dunkelelfen waren hinter Syllvren von ihren Schattenrössern abgestiegen und schenkten ihm den selben herabwürdigenden Blick, den er von all den anderen Drows in Kendan regelmäßig zu sehen bekam.
„Was erwartest du denn auch, Marek? Mich wundert es doch schon, dass ein Werwolf mit uns auf die Suche geschickt worden ist…“
Der Drow, der mit dem Namen Marek angesprochen wurde, schüttelte den Kopf. „Als ob ich zulassen würde, dass dieser Gaur uns begleiten darf. Er wird uns doch nur im Weg stehen…“
Marek wandte sich zu Syllvren, welcher inzwischen seinen Helm geschnappt hatte und selbigen wieder aufgesetzt hatte. „Hör zu, Bastard. Königin Saolmé hat dich zwar mit uns auf die Suche nach ihrer Tochter geschickt, doch sollte dir klar sein, dass du uns nicht begleiten wirst! Wir werden unsere Suche auf eigene Faust durchführen und ein Gaur wie dich wollen wir schon gar nicht dabei haben!“ Ohne auf eine Antwort von Syllvren zu warten schritten Marek und sein Begleiter an ihm vorbei, betraten die Stadt ohne große Probleme.
„Adliger Mistkerl…“, fluchte Syllvren. Alleine schon an der Auswahl der Worte konnte der Drow deutlich erkennen, dass dieser Marek nicht aus dem bürgerlichen Hause stammen konnte. Als ‚Gaur’ wurde er nur von hohen Beamten und Adligen bezeichnet, andere Drows beherrschten auch nicht die antike und längst vergessende dunkelelfische Sprache.
//Ich werde auch ohne diese zwei Vollidioten zurechtkommen…// Und er hatte auch schon einen Plan, wie er an Informationen kommen konnte. So betrat auch er die Stadt, suchte mit aufmerksamen Blicken ein Wirtshaus, in welchem er einige Leute nach Informationen befragen könnte. Kurz vor dem Zentrum der Stadt entdeckte er in einer Seitengasse ein Wirtshaus, welches ihm Ideal für seine Nachforschungen zu sein schien. Ohne lange zu warten bog er in die Gasse ein und betrat das Wirtshaus „Zum gehängten Eber“ durch die massive Holztür.
---> Zum gehängten Eber


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 Betreff des Beitrags: Re: Vor den Toren der Stadt
BeitragVerfasst: 15. Mär 2011, 22:43 
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Dunkelelf
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So schnell wie ihn seine Füße tragen konnten, eilte Syllvren durch die Straßen von Kendan. Das Chaos, welches er im Pub in Gang gesetzt hatte, schien inzwischen auf die Menschen der Stadt übergegriffen zu haben. Es herrschte ein ungeheurer Aufruhr und Syllvren musste aufpassen, dass er auf dem Weg zu den Toren der Stadt nicht einer patrouillierenden Wacheinheit über den Weg lief. Aus dem Grund waren seine Sinne geschärft und unterbewusst hielt er nach den Auren mehrerer Menschen Ausschau, die in eiligem Tempo sich durch die Straßen bewegten. Der Alkohol, den er in der Bar getrunken hatte, machte es nicht wirklich leichter, sich auf seine fernere Umgebung zu konzentrieren. So kam es auch, dass er nicht wirklich bemerkte, dass die junge Frau aus dem Pub ihm folgte.
Die Tore kamen schon bald in sein Sichtfeld, die Wachen schienen noch nicht von dem Ereignissen in Kenntnis gesetzt worden zu sein, sodass er, ohne aufgehalten zu werden, durch die Tore treten konnte. Sein Blick fiel in Richtung des kleinen Pferdestalles, in welchem er eindeutig Schattenblitz erkennen konnte. Amüsierte sich das Schattenross gerade mit einer braunen Stute? Syllvren schüttelte den Kopf und drehte sich zurück zu den Toren. Sein Blick fixierte sich auf eine Gestalt, die ebenfalls auf das Tor zulief. Erst beim zweiten Blick erkannte Syllvren, um wen er sich bei dieser Gestalt handelt. Und sofort schoss ihm eine Frage durch den Kopf: Warum in Dark’s Namen war die junge Frau aus dem Pub ihm gefolgt?
„Warum so eilig?“, fragte Syllvren, als die junge Frau ihn eingeholt hatte. Er konnte es nicht verkneifen, seine Arme vor der Brust zu verschränken und sie ein wenig skeptisch anzusehen. Immerhin war es nicht normal, dass ihm jemand folgte – Es sei denn, derjenige hatte entweder keine Angst oder keinen Verstand.


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 Betreff des Beitrags: Re: Vor den Toren der Stadt
BeitragVerfasst: 15. Mär 2011, 23:18 
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Halbelfe
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Luna verschnaufte kurz, als sie den Drow eingeholt hatte. Er hatte einen ordentlichen Marsch drauf.
Seine Skepsis war verständlich. Als Werwolf hatte er sicherlich allen Grund skeptisch zu sein. Die Leute waren ihm normalerweise vermutlich nicht wohlgesonnen. "Überall ist es im Moment besser, als inmitten einer Horde aufgewühlter Menschen. Nicht mehr lange und sie rennen durch die Stadt wie aufgeregte Hühner und die Wachen werden hinter uns - oder nur Euch - her sein. Wir sollten also besser schleunigst von hier verschwinden." Sie warf einen Blick über die Schulter zum Tor. Sollten die Wachen jetzt aus dem Tor kommen, würden diese sie sofort entdecken und attackieren. Just in diesem Moment kamen die ersten Wachen durch das Tor. Sofort griff Luna nach dem Arm des Fremden und zog ihn mit sich. "Wir müssen hier weg!", sagte sie und schlug den Weg zum See der Hoffnung ein.
---> Wald des Sees der Hoffnung


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 Betreff des Beitrags: Re: Vor den Toren der Stadt
BeitragVerfasst: 4. Apr 2012, 13:19 
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Halbelfe
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Die Reise nach Sangea dauerte tatsächlich mehrere Tage, da sie am nördlichsten Ende der kend’schen Berge herausgekommen waren. Es war recht mühevoll gewesen, während dieser Tage genügend Wasser und Nahrung aufzutreiben, denn weder Luna noch Syllvren waren für die Jagd ausgebildet worden. Dennoch hatten sie sich mit ihrem bisherigen Wissen gut durchschlagen können, hofften aber dennoch, nicht allzu oft jagen gehen zu müssen.
Luna wurde in dieser Zeit zusehends öfter übel. Vage konnte sie sich daran erinnern, auch auf der Rückreise von Morday nach Kendan solche Übelkeitsanfälle gehabt zu haben, doch konnte sie sich noch nicht recht erklären, was der Grund dafür war. Am Essen konnte es nicht liegen, denn Syllvren aß während dieser Zeit dasselbe wie sie und ihm wurde nicht schlecht. Die Übelkeit blieb natürlich nicht ewig vor ihm verborgen, doch nachdem Luna ihn mehrfach bei Nachfrage abgeblockt hatte, ließ er es sein, sie danach zu fragen und beließ es dabei.
Je näher sie Sangea kamen, desto öfter trafen sie auch auf Dämonen, die vom großen See der Stadt angezogen wurden. Luna und Syllvren ergriffen diese Gelegenheit beim Schopfe und erlegten eine Menge Dämonen, um dann ihre Köpfe mitzunehmen. Sie waren sich sicher, dass sie dafür ein gehöriges Kopfgeld kassieren würden, von dem sich Luna zum Einen passendere Kleidung kaufen wollte und zum Anderen würden sie sich Reiseproviant für den Weg nach Karak Azkar besorgen. Die Zwergenstadt war mittlerweile das feste Ziel der flüchtigen Drow. Sie waren sich sicher, dass sie bei Harsk und seinen Clanbrüdern und Clanschwestern für eine Weile bleiben konnten und immerhin waren die Zwerge ihnen gewissermaßen auch etwas Schuldig, nachdem Luna und Syllvren nicht nur den Golem erlegt hatten, sondern sie auch noch von der Naga Feritas befreit hatten. Ob den Zwergen letzteres wirklich bewusst sein würde war aber zu bezweifeln.
Nun hatten sie die Tore Sangea erreicht. Sie waren langsam auf die Stadt zugeritten und Luna hatte sich Syllvrens Reiseumhang umgelegt, da ihr Hochzeitskleid doch für Skepsis und Misstrauen sorgen könnte. Sie beide waren etwas unsicher darüber, ob in Sangea vielleicht nach Syllvren gefahndet wurde, doch die Wachen der Stadt ließen sie ohne weiteres ein und murrten etwas über „Noch mehr von diesen Höhlenelfen…“. Anscheinend waren sie längst nicht mehr die ersten Drow, die diese Stadt betraten, was an sich kein Wunder war. Da sie aber nicht sagen konnten, wie viele Drow wohl noch in der Stadt waren und wie viele Drow nach der letzten Panne mittlerweile das Gesicht kannten, nach dem sie suchen sollten, beschlossen sie, dass Luna umgehend in ein Gasthaus gehen sollte, während Syllvren Geld besorgte, um davon Kleidung und Proviant zu kaufen.

---> Zum Sonnenwind

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